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Lazios Fans gerieten in die Schlagzeilen. © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE

Faschisten-Gruß in Lazio-Stadion sorgt für Empörung

Die Vereinigung jüdischer Gemeinschaften in Italien (UCEI) hat empört auf ein Video aus dem Stadion des Fußballclubs Lazio mit faschistischen Gesten und Rufen reagiert.

Die Aufnahme zeigt einen Falkner, der das Maskottchen des Vereins, einen Adler, auf dem Arm trägt. Er streckt den rechten Arm zum faschistischen Gruß nach oben, während Fans ihm „Duce, Duce“ (Führer) zurufen – in Anspielung auf den faschistischen Diktator Benito Mussolini.


UCEI-Präsidentin Noemi Di Segni forderte den Club zu sofortigen Konsequenzen auf. Das Verhalten des Falkners lasse keinen Spielraum für Interpretationen. „Angesichts der Zurschaustellung von Gesten und Symbolen in Zusammenhang mit faschistischen Idealen besteht hier keine Zweideutigkeit, und es kann keine Ausflüchte geben“, erklärte Di Segni.

Lazio kündigte daraufhin die Suspendierung des Falkners an. Der Mann sei bei „Verhaltensweisen gefilmt worden, die den Verein, die Fans und die Werte, auf die sich die Gemeinschaft beruft, beleidigen“. Der Verein teilte weiter mit, dass der Falkner kein direkter Angestellter von Lazio sei, sondern von einem externen Dienstleister beschäftigt werde.

Für rechtsgerichtete Gesinnungen bekannt
Das Video verbreitete sich rasant in den Online-Netzwerken. Laut der Sporttageszeitung La Gazzetta dello Sport war die Aufnahme beim Spiel zwischen Lazio und Inter am vergangenen Samstag entstanden. Der Ruf von Lazio Rom leidet schon seit Jahren darunter, dass beträchtliche Teile seiner Fans stark rechtsgerichteten Gesinnungen anhängen. In der Vergangenheit wurde der Club deshalb bereits mehrfach von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) sanktioniert.

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