a Serie A

Dreht jubelnd ab: Genoa-Kapitän Domenico Criscito. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Genoa und der Gänsehaut-Sieg gegen Juventus

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven! Abstiegskandidat Genoa hat am Freitagabend einen heroischen Sieg gegen Juventus gefeiert. Zum Held des Abends avancierte ausgerechnet jener Spieler, der vergangene Woche noch die tragische Figur war.

„Der Fußball lässt dich manchmal weinen – und dann wieder lachen“: Mit diesen Worten beschreibt Genoas Kapitän Domenico Criscito seine Gefühlslage – eine Analyse, die treffender nicht sein könnte. Mit seinem Team holte der Routinier am Freitag gegen Juventus einen 2:1-Sieg und hält die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben. Bei einem Spiel mehr fehlt lediglich ein Punkt auf das rettende Ufer.


Aber der Reihe nach. Nachdem Juventus zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend hatte erkennen lassen, verfiel die „Alte Dame“ am Freitag wieder in alte Muster – zumindest in der Schlussphase. Denn gegen Genoa sah es lange Zeit nach einem souveränen Juve-Sieg aus. Der scheidende Spielmacher Paulo Dybala brachte seine Mannschaft mit einem Schlenzer in Führung, anschließend hatten die Bianconeri genügend Chancen, um auf 2:0 erhöhen. Doch der Treffer wollte nicht fallen.

Criscito: Vom Buhmann zum Helden
Genoa, das mit dem Rücken zur Wand und mit einem Bein schon in der Serie B stand, musste gewinnen, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten. Das gelang dank furioser Schlussminuten. Zunächst sorgte der Isländer Albert Gudmundsson für den späten Ausgleich in der 86. Minute. Dann vergab Moise Kean alleine vor dem leeren Genoa-Tor das 2:1, ehe es im Gegenzug Elfmeter für die Hausherren gab.

Enttäuschte: Dusan Vlahovic, Stürmer von Juventus. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


In der sechsten Minute der Nachspielzeit schritt also Kapitän Criscito zum ominösen Punkt – und das, obwohl er erst vor einer Woche im Derby gegen Sampdoria zum gleichen Zeitpunkt einen Elfmeter verschossen hatte und danach in Tränen ausgebrochen war. Dieses Mal machte er es aber besser und schoss sein Team zum Gänsehaut-Sieg. „Die Flamme lodert noch“, sagte Criscito im anschließenden Interview.

Bereits am frühen Abend hat sich Inter gegen Empoli nach einem 0:2-Rückstand noch mit 4:2 durchgesetzt. Die Mailänder haben somit vorübergehend die Tabellenführung erklommen.
Serie A, 36. Spieltag
Genoa – Juventus 2:1
0:1 Dybala (48.), 1:1 Gudmudsson (87.), 2:1 Criscito (90.+6/Elfmeter)

Inter – Empoli 4:2
0:1 Pinamonti (5.), 0:2 Asllani (28.), 1:2 Eigentor Romagnoli (40.), 2:2 Martinez (45.), 3:2 Martinez (64.), 4:2 Sanchez (90.+4)

SPGUVTVP
1. Milan36248464:3180
2. Inter36239478:3178
3. Napoli36227768:3173
4. Juventus36209755:3369
5. Lazio361881072:5362
6. Roma361781155:4259
7. Fiorentina361851356:4759
8. Atalanta361611965:4559
9. Hellas Verona3614101262:5552
10. Torino3612111345:3847
11. Sassuolo3612111361:6247
12. Udinese3610141255:5544
13. Bologna3611101542:5243
14. Empoli369101748:6937
15. Spezia36962138:6633
16. Sampdoria36962142:5933
17. Salernitana36792032:7330
18. Cagliari366111933:6529
19. Genoa364161627:5628
20. Venezia36672333:6825

Schlagwörter: Fussball Juventus Genoa Serie A

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