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Alejandro Gomez war Kapitän, Leistungsträger und Identifikationsfigur von Atalanta. © ANSA / PAOLO MAGNI

Gomez-Schock über Abschied: „Gasperini wollte mich verprügeln“

Lange Zeit war es die Traum-Ehe im italienischen Fußball, doch dann zerbrach die Beziehung zwischen Alejandro „Papu“ Gomez und Atalanta. Jetzt hat der Argentinier gegen seinen alten Klub nachgetreten und in einem Interview brisante Details zu den Hintergründen seines Abschieds genannt.

Gomez war von 2014 bis 2021 das Gesicht von Atalanta und ein maßgeblicher Faktor am steilen Aufstieg der Bergamasken. Doch im Herbst des Vorjahres wurde es unruhig und schlussendlich verließ der Kapitän die Serie A in Richtung Sevilla. „Irgendwann werde ich euch die Wahrheit sagen“, unkte Gomez damals.


Jetzt scheint der Moment der Wahrheit gekommen zu sein. In einem Interview mit der Zeitung La Nacion offenbarte Gomez die Hintergründe seines Abschieds von Atalanta: „Im Champions-League-Match gegen Midtjylland wollte mich Gasperini von der linken auf die rechte Seite verschieben. Ich habe diese Anweisung missachtet und ihm gesagt, dass ich auf links bleiben werde. Die TV-Kameras haben diese Situation gefilmt, der Trainer war fuchsteufelswild und da wusste ich schon, dass ich zur Halbzeit ausgewechselt werde. So kam es dann auch, aber Gasperini hat in der Kabine ein Limit überschritten. Er hat mich körperlich angegriffen, er wollte mich verprügeln.“

„Er hatte nicht die Eier dazu, dem Trainer zu sagen, dass er sich entschuldigen soll.“ Papu Gomez über Atalanta-Präsident Percassi

Nach dieser Szene habe Gomez aber noch nicht beschlossen, dass er Atalanta verlassen wird: „Ich wusste, dass ich auch falsch reagiert hatte. Das war einem Kapitän nicht würdig und mein Verhalten war ein sehr schlechtes Vorbild für die Mannschaft. Ein körperlicher Angriff ist aber nicht zu tolerieren. Ich wollte trotzdem weiter für Atalanta spielen, aber dafür hätte sich Gasparini auch bei mir entschuldigen müssen. Das habe ich Präsident Percassi bei einem Gespräch auch so gesagt. Aber Percassi hatte nicht die Eier dazu, dem Trainer zu sagen, dass er sich entschuldigen soll. So ist es dann zu Ende gegangen und das ist sehr schade, nach alldem war ich für den Verein getan habe.“
Das sagt Gasperini zu den Vorwürfen
Atalanta-Trainer Gasperini hat am Mittwochnachmittag gegenüber der Gazzetta dello Sport zu den Vorwürfen Stellung bezogen: „Das Verhalten von Gomez, auf und außerhalb des Spielfeldes, war nicht mehr tragbar. Außerdem wollte nicht ich ihn, sondern er mich angreifen. Der wahre Grund warum er Atalanta verlassen hat, war aber ein anderer: Er hat den Klubbesitzer (Präsident Percassi; Anm. d. Red) beschimpft und komplett den Respekt vermissen lassen. ich hoffe für Gomez, dass er künftig wieder mit seinen sportlichen Leistungen von sich reden macht.“

Schlagwörter: Fussball

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