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Bei Mourinho brannten zwischenzeitlich die Sicherungen durch. © ANSA / Riccardo Antimiani

„Juve hat dich geschickt“ – Mourinhos Ausraster mit Folgen

José Mourinho stellte beim Remis gegen Hellas Verona gleich zwei Dinge unter Beweis. Einerseits verfügt der Portugiese über ein tiefgründiges Wissen zur italienischen Fußballgeschichte, andererseits kann er seine Emotionen nach wie vor kaum zurückhalten. Beides wurde ihm zum Verhängnis.

In der Schlussphase des Heimspiels gegen Hellas (2:2) ließ sich Mourinho nämlich zu einer schwerwiegenden Anspielung hinreißen. Dass Schiedsrichter Luca Pairetto in einem derart hart umkämpften Spiel nur vier Minuten Nachspielzeit gab, brachte bei ihm das Fass zum Überlaufen. Kurzerhand machte der Portugiese die Telefon-Geste und brüllte in die Richtung des Unparteiischen: „Juventus hat dich geschickt!“ Daraufhin sah er die Rote Karte.


Hinter seiner Aussage – und auch hinter der Geste – versteckte sich aber durchaus mehr, als man sich erwartet. Mourinho soll sich auf den Vater von Pairetto bezogen haben, welcher als Schiedsrichter im Calciopoli-Skandal von 2006 verwickelt war und deshalb auch gesperrt wurde.

Zu dieser Geste ließ sich Mourinho hinreißen. © ANSA / FERMO IMMAGINE / 111

Diesen Umstand nahm das Sportgericht der Serie A am Dienstag schließlich auch zum Anlass, den Startrainer für zwei Spiele zu sperren. Damit muss die Roma gegen Spezia und Atalanta auf seinen Coach verzichten. Da es sich bei Mourinho um einen Wiederholungstäter handelt, fällt darüber hinaus eine Geldstrafe von 20.000 Euro an.

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