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Andrea Pirlo ist nach der Niederlage gegen Inter bedient. © APA/afp / MIGUEL MEDINA

Juve-Trainer Pirlo: „Schlechter geht es nicht mehr“

Nach der desaströsen Leistung von Juventus im Derby d’Italia gegen Inter hat Trainer Andrea Pirlo deutliche Worte gefunden. Dem ehemaligen Mittelfeld-Regisseur gehen allerdings die Fakten aus, denn Juventus ist unter ihm so schlecht, wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Die Ära von Juventus scheint so langsam ihrem Ende entgegen zu trudeln. Nach der ernüchternden 0:2-Niederlage am Sonntagabend gegen Inter, klingen die ersten „Veteranen“ resigniert. Kapitän Giorgio Chiellini meint etwa in der Gazzetta dello Sport: „Wir haben im gesamten Spiel keinen einzigen Zweikampf gewonnen. Da brauche ich über den Rest erst gar nicht anfangen zu reden. Die Juve-DNA? Wir versuchen alles, damit wir den Erfolgslauf der letzten Jahre fortsetzen, aber es ist absolut nicht einfach.“


Chiellini spricht das aus, was sich im Moment wohl viele altgediente Juventus-Spieler denken. Nach neun Meistertiteln in Serie, scheint Juve die Luft auszugehen. Fakt ist, dass der Verein seit zehn Jahren nicht mehr so schlecht in eine Saison gestartet ist. Da passt die erste Niederlage gegen den Rivalen aus Mailand seit fünf Jahren gut in das Bild. „Wir waren nie wirklich auf dem Platz. Ich nehme die Verantwortung auf mich. Schlechter geht es wirklich nicht mehr“, polterte Juve-Trainer Pirlo nach dem Debakel im San Siro auf der Pressekonferenz. Zumindest eines muss man Pirlo zu Gute halten: Ausreden sucht er keine. Denn während Inter mit der besten Elf spielten konnte, musste Juventus auf Alex Sandro, Matthijs de Ligt, Juan Cuadrado (alle Corona) und Paulo Dybala (verletzt) verzichten.

Napoli vor der Tür
Im Vergleich zum Vorjahr, als der ungeliebte Maurizio Sarri am Ende der Saison geschasst wurde, hat Juventus neun Punkte weniger gesammelt. Der Rückstand auf die Tabellenspitze könnte schon am Montagabend (wenn Milan gegen Cagliari gewinnt) zehn Zähler betragen. Und das Nachholspiel gegen Napoli muss erst einmal gewonnen werden.

Die Napolitaner sind am Mittwoch auch der nächste Gegner von Pirlo. Allerdings nicht in der Liga, sondern im Finale des italienischen Supercups. Die Marschroute gibt mit Leonardo Bonucci ein weiterer Oldie vor: „Nach der Niederlage gegen Inter sind wir enttäuscht und wütend. Trotzdem werden wir den Kopf nicht hängen lassen, denn am Mittwoch spielen wir ein Finale.“

Autor: cst

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