
Raphael Kofler hält die Südtiroler Fahne hoch. © Cagliari Calcio
Kofler und Pinamonti allein auf weiter Flur
Europas Topligen befinden sich derzeit in der langen Länderspielpause – darunter auch die Serie A. Doch woher kommen eigentlich die meisten Italiener, die in der höchsten Liga des Landes Fußball spielen?
30. September 2026
Von: dl
Die Herkunft der italienischen Serie-A-Spieler zeigt ein deutliches Gefälle zwischen den Regionen. Während die Lombardei mit 40 Profis an der Spitze steht, findet sich Trentino-Südtirol in der aktuellen Übersicht der Gazzetta dello Sport in der Gruppe der kleineren Fußballregionen wieder: Es geht dabei um Raphael Kofler und Andrea Pinamonti. Kofler ist sozusagen der einzige aus der Provinz Südtirol, das Gleiche gilt für Pinamonti im Trentino.
Während Kofler mit seinen 21 Jahren erst im Sommer in die Serie A wechselte, hat der Nonsberger Pinamonti dort bereits 252 Spiele auf dem Buckel. Bei Kofler sind es gerade einmal drei Kurzeinsätze für Cagliari. Doch der junge Verteidiger aus Rabland hat allemal das Potenzial für eine lange Karriere in der Eliteliga Italiens. Pinamonti, der aus Cles stammt, wurde bei Inter ausgebildet und spielte schon für Genoa, Empoli, Frosinone und Sassuolo, ehe es den 27-Jährigen im Sommer zu Lazio zog. Insgesamt bringt es Pinamonti auf 59 Serie-A-Tore.
Der Trentiner Andrea Pinamonti (rechts) jubelte schon 59 Mal in der Serie A, hier noch für Sassuolo. © ANSA / ELISABETTA BARACCHI
Besonders stark vertreten ist die Lombardei, die mit 40 Spielern deutlich an der Spitze der Herkunftsregionen der aktuellen Serie-A-Profis steht. Dahinter folgen Latium (26), Toskana (18), Emilia-Romagna (16) und Piemont (14). Die Zahlen verdeutlichen nicht nur, welche Bedeutung die großen und bevölkerungsreichen Regionen Italiens für die Entwicklung von Fußballtalenten haben. Die Lombardei profitiert unter anderem auch von einer hohen Vereinsdichte, zahlreichen Nachwuchsakademien und traditionsreichen Klubs.
Welche Regionen haben ebenso wenig?
Fair ist der Vergleich nie, weil die Lombardei beispielsweise im Vergleich zu Trentino-Südtirol zehn Mal so viele Einwohner hat. Noch weniger als die Region von Kofler und Pinamonti haben unter anderem Umbrien und das Aostatal, die mit Napolis Leonardo Spinazzola und Parmas Hans Nicolussi Caviglia jeweils einen hierzulande bekannten Profi stellen. Auch Sizilien hat nur einen. Gar kein Erstligaspieler kommt aktuell aus Molise und Basilikata.Profil bearbeiten
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