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Fabrizio Miccoli beim Verlassen des Gerichtsgebäudes. © ANSA / MIKE PALAZZOTTO / FTJ

Mafioso angeheuert: Ehemaliger Juve-Star muss in den Knast

Der frühere italienische Nationalspieler Fabrizio Miccoli muss für mehrere Jahre hinter Gitter. Die Anklageschrift liest sich wie ein Krimi.

Miccoli muss wegen schwerer Erpressung nach der Mafia-Methode für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Das entschied das Kassationsgericht in Rom und bestätigte damit das Urteil der Vorinstanz in Palermo. Miccoli hat am Mittwoch seine Haft im Gefängnis von Rovigo angetreten.


Der Fall geht auf die Zeit vor dem Jahr 2013 zurück. Der langjährige Spieler des damaligen Erstligisten US Palermo soll den Sohn eines stadtbekannten Mafia-Bosses angeheuert haben, um Geldschulden von einem Discobesitzer einzutreiben. Dieser sei dadurch Gewalt und Drohungen ausgesetzt gewesen.

Giovanni Falcone beschimpft
Während der Ermittlungen im Jahr 2013 entschuldigte sich der heute 42-Jährige unter Tränen bei einer Pressekonferenz außerdem dafür, den 1992 getöteten und in Italien angesehenen Mafia-Jäger Giovanni Falcone beschimpft zu haben. Die Aussage hatte die Polizei in einem abgehörten Telefongespräch abgefangen.

Fabrizio Miccoli lief 6 Jahre lang für Palermo auf. © APA/epa / MIKE PALAZZOTTO

Miccoli wechselte im Sommer 2002 als Ausnahmetalent von Ternana zu Juventus. In Turin schaffte er es aber nur sporadisch aus dem Schatten der Ausnahmestürmer Alessandro Del Piero und David Trezeguet. Über Perugia und Fiorentina kam der quirlige Offensivspieler zu Benfica Lissabon, wo er rasch zum Publikumsliebling aufstieg – ebenso, wie später in Palermo und seiner Heimatstadt Lecce. Im Sommer 2016 beendete Miccoli seine aktive Karriere.


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