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Italiens Rekordmeister als erste Trainerstation: Andrea Pirlo geht von 0 auf 100. © ANSA / Alessandro Di Marco / Z63

Scudetto als Minimalziel: Andrea Pirlo vor Monster-Aufgabe

Vor dem Start der neuen Saison der Serie-A am Samstag wird von Juventus nicht weniger erwartet als der zehnte Titel in Serie. Doch die Rivalen, allen voran Europa-League-Finalist Inter , haben aufgerüstet.

„Ich weiß, dass von mir Siege erwartet werden. Das war schon als Spieler so, und das wird auch als Trainer so sein“, gab sich Juves Neo-Coach Andrea Pirlo gelassen. „Ich denke, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Platz bin“, betonte Pirlo vor dem Auftaktspiel gegen Sampdoria am Sonntag.

„Ich denke, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Platz bin“
Andrea Pirlo
Wie schon als Spieler hat er großes vor, wie schon als Aktiver agiert er auch an der Seitenlinie ruhig und bedächtig. Der Druck auf Pirlo, der ursprünglich die U23 der Turiner übernehmen sollte, ist nach der ernüchternden Vorsaison groß. Superstar Cristiano Ronaldo und Co. wurden zwar wieder Meister, schon im Achtelfinale der Champions League kam aber das Aus, und Coach Maurizio Sarri musste gehen.

„Wir haben große Lust, zu zeigen, dass Juve den zehnten Meistertitel in Serie gewinnen und in der Champions League bis ganz zum Ende dabei sein kann“, versprach Pirlo. Die Erwartungen an den einstigen Weltstar sind groß, trotz seiner Unerfahrenheit. Die Trainerprüfung legte Pirlo erst am Montag ab – der Titel seiner Abschlussarbeit: „Mein Fußball“. Bei Juve plant Pirlo übrigens ohne festes Spielsystem, vielmehr will er von seinen Spielern in erster Linie Aggressivität und Spielwitz sehen.
Inter führt die Herausforderer an
Vor allem Inter mit dem ehrgeizigen Coach Antonio Conte – zuletzt als Zweiter nur einen Punkt hinter Juve – will diese Serie durchbrechen. Die Mailänder investieren weiter kräftig, auch Arturo Vidal vom FC Barcelona soll noch kommen. Pirlo wiederum hofft nach dem Transfer des Brasilianers Arthur Melo für 72 Millionen noch auf Verstärkung im Sturm. Im Gespräch sind Barcelonas Luis Suarez oder Roms Edin Dzeko.

Im Kampf um die Spitzenplätze will Außenseiter Atalanta ebenso wie Lazio und Ibrahimovics Milan eine gute Rolle spielen, auch wenn beide für eine Chance auf Rang eins noch mehr Konstanz benötigen. Alle drei Verfolger starten wegen der jüngsten Auftritte von Atalanta und Inter im Europacup erst Ende September in die neue Spielzeit.

Anders als etwa in Deutschland oder Österreich wird der Saisonstart in der Serie A definitiv ohne Zuschauer stattfinden. Die Clubs fordern vehement eine Zulassung von Publikum, die Politik bremst. Frühestens Mitte Oktober könnten Fans daher wohl in die Stadien zurückkehren.

Autor: apa/dpa/fop

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