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Gianluca Vialli starb mit nur 58 Jahren. © ANSA / FACUNDO ARRIZABALAGA

Trauer um Fußball-Idol: Gianluca Vialli ist tot

Der italienische Fußball trauert um den früheren Nationalspieler Gianluca Vialli.

Der ehemalige Stürmer starb am Freitag im Alter von 58 Jahren, wie die Familie in einer Mitteilung bekannt gab. Bereits vor einigen Jahren war bei Vialli Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Zuletzt war er Delegationsleiter der Nationalmannschaft und damit Assistent von Nationaltrainer Robert Mancini, Mitte Dezember hatte er bekannt gegeben, seine Aufgaben im Verband wegen der Krebsbehandlung vorerst ruhen zu lassen (SportNews hat berichtet).


Als Spieler kickte Vialli für Cremonese, Sampdoria, Juventus und den FC Chelsea. 2 Mal holte er den italienischen Meistertitel – 1991 mit Sampdoria, 1995 mit Juve. Mit den Turinern holte er auch 1996 die Champions League sowie 1993 den UEFA-Cup. Mit Sampdoria gewann er 1990 den Europapokal der Pokalsieger. Zudem holte er 4 Mal die„Coppa Italia“ (3 Mal mit Sampdoria, einmal mit Juventus). Mit Chelsea krönte er sich unter anderem zum Englischen Pokalsieger (1997) und holte den Europapokal der Pokalsieger (1998). Zwischen 1985 und 1992 lief Vialli 59 Mal für die Nationalmannschaft Italiens auf und schoss dabei 16 Tore.

In England wurde er nach der Entlassung von Trainer Ruud Gullit im Februar 1998 als erster Italiener Spielertrainer in der Premier League. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere (1999) blieb er noch als Trainer bei Chelsea und holte in der Saison 1999/2000 nochmals den englischen Pokal, in der Saison darauf wurde er vorzeitig entlassen. In der Spielzeit 2001/02 war er nochmals ein Jahr beim Zweitligisten FC Watford als Trainer aktiv.



„Ich bin zutiefst traurig“, sagte der Chef des italienischen Fußballverbandes (FIGC), Gabriele Gravina, in einer Mitteilung am Freitag. „Ich habe bis zuletzt gehofft, dass er ein weiteres Wunder vollbringen könnte. Doch mich tröstet die Gewissheit, dass das, was er für den italienischen Fußball und das blaue Trikot getan hat, nie vergessen sein wird“, ergänzte der Verbandspräsident. Am kommenden Spieltag hat die FIGC eine Schweigeminute vor allen Spielen der Serie A angeordnet.


Vialli gewann zuletzt als Mitglied des italienischen Trainerteams den EM-Titel 2021. © APA/afp / ANDY RAIN



In den vergangenen Wochen hatte die Fußballwelt gleich mehrere Todesfälle zu beklagen: Mitte Dezember starb mit Sinisa Mihajlovic ein weiterer früherer Serie-A-Spieler – der genauso wie Vialli in seiner langen Karriere unter anderem bei Sampdoria unter Vertrag stand (SportNews hat berichtet). Am 23. Dezember starb Englands Weltmeister George Cohen, am 25. Dezember der Uruguayer Fabian O'Neill, der unter anderem für Cagliari und Juventus spielte. Ende Dezember trauerte die Welt schließlich um die brasilianische Fußball-Legende Pelé (siehe eigenen Bericht).

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