
Daniele Casiraghi kämpft mit dem FC Südtirol um den Klassenerhalt.
Bari gegen FC Südtirol: Rette sich, wer kann!
Am Donnerstagabend erfolgte für den FC Südtirol der Abflug zum Playout-Hinspiel nach Bari. Wer hat die besseren Karten im Kampf um den letzten verbleibenden Platz in der Serie B?
15. Mai 2026
Von: dl
Auf dem Papier hat Baris Kader laut transfermarkt.de den größeren Marktwert (27,3 Millionen Euro) als jener des FC Südtirol (19,25). Doch ist das wirklich entscheidend in so einer Extremsituation? Fakt ist, der FCS wartet seit zehn Spielen auf einen Sieg, während die Hausherren aus Apulien zuletzt zwei Mal in Folge gewonnen haben. Zudem gab es in den letzten sechs Partien im heimischen San-Nicola-Stadion gleich vier Triumphe.
Einen wesentlichen Verdienst daran hat Trainer Moreno Longo, der Mitte Jänner auf die Bank der Apulier zurückkehrte und in den verbleibenden 18 Partien 23 Punkte einfahren konnte, was einen Schnitt von 1,28 Zählern pro Spiel ergibt. Aufgrund der besseren Platzierung im Endklassement steht dem FCS ein Vorteil zu: Sollte in der Gesamtabrechnung beider Partien Gleichstand bei der Trefferanzahl herrschen, schafft der FC Südtirol den Klassenerhalt.
Bari in Form
Erfolgreichster Torschütze in den Reihen von Bari ist Angreifer Gabriele Moncini. Der 30-jährige Mittelstürmer, der in der Serie B auf 233 Einsätze und 69 Treffer zurückblickt, hat in der laufenden Saison elf Tore und zwei Vorlagen beigesteuert. Zu den formstärksten Akteuren zählt Offensivspieler Emanuele Rao. Der 20-Jährige konnte seit der Rückkehr von Longo deutlich an Einsatzzeit gewinnen und erzielte in der Rückrunde sechs Treffer.Matthias Braunöder, ein Österreicher im Dress von Bari. © SSC Bari
Seit vielen Jahren eine feste Größe im Kader von Bari ist Mehdi Dorval. Der 25-jährige Schienenspieler, algerischer Nationalspieler, gehört auch in der laufenden Spielzeit zu den prägendsten Akteuren. Dorval war schon vor drei Jahren im Playoff-Duell gegen den FC Südtirol dabei. Ein wichtiger Bestandteil im Mittelfeld ist auch der Österreicher Matthias Braunöder. Der 24-Jährige aus Eisenstadt wurde im Sommer von Como ausgeliehen und war zuvor lange bei Austria Wien.
Neue Situation für den FC Südtirol
Während Bari von Anfang an nur gegen den Strich spielte, schien der FC Südtirol Anfang März schon gerettet gewesen zu sein. Gut zwei Monate später kämpfen die Weiß-Roten erstmals im Playout um den Klassenerhalt in der Serie B. Für den FCS wäre ein Abstieg nach vier Jahren in der zweiten Liga ein sportliches Desaster. Kann die Castori-Truppe ausgerechnet jetzt den Hebel wieder umlegen?Das San-Nicola-Stadion vor dem Abschlusstraining von Bari. © SSC Bari
Verzichten muss der FCS-Trainer weiter auf den am Knie verletzten Raphael Kofler. Zudem fallen mit Filipe Bordon (er ist verletzt) und Andrea Masiello (aufgrund der Wett-Affäre) zwei weitere Verteidiger aus. Ansonsten sollte der 71-Jährige im Vergleich zum bitteren Remis gegen Juve Stabia nicht viele Änderungen vornehmen und an seinem 3-5-2-System festhalten.
Fakt ist: Silvio Merkaj & Co. müssen in den beiden Spielen gegen Bari ihre Torchancen nutzen, ansonsten geht es in die Serie C. SportNews wird die beiden Playout-Partien wieder naturgemäß mit einem Liveticker verfolgen.
Playout der Serie B
Bari – FC Südtirol (Freitag, 15. Mai um 20 Uhr)FC Südtirol – Bari (Freitag, 22. Mai um 20 Uhr)
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