
Fabrizio Castori war mit der Leistung seiner Mannschaft in Bari zufrieden. © FC Südtirol
Castori mahnt: „Es ist noch alles möglich“
FCS-Trainer Fabrizio Castori ist nach dem 0:0 in Bari zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft. Doch vor dem Rückspiel in Bozen warnt der Routinier eindringlich vor Rechenspielen.
16. Mai 2026
Von: tu
Der FC Südtirol hat sich mit dem 0:0 in Bari eine gute Ausgangslage für das Playout-Rückspiel erarbeitet. Trainer Fabrizio Castori zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft, trat aber sofort auf die Euphoriebremse: „Dieses Remis bedeutet offensichtlich nicht, dass wir schon aus der Gefahrenzone sind. Es ist noch alles möglich.“ Am kommenden Freitag in Bozen reicht den Weiß-Roten aufgrund der besseren Tabellenplatzierung zwar ein weiteres Unentschieden zum Klassenerhalt, doch Castori will davon nichts wissen.
Nach dem bitteren 1:1 gegen Juve Stabia und einer schwierigen Phase mit elf sieglosen Spielen habe sein Team genau die richtige Antwort gegeben. „Wir hatten eine schwere Zeit und mussten unsere Identität wiederfinden“, erklärte der FCS-Coach. Die Mannschaft habe in den vergangenen Wochen hart gearbeitet und sei körperlich wieder besser in Schuss gekommen. „Ich war immer ruhig und zuversichtlich, dass die Mannschaft früher oder später reagieren würde. Sie hat nie aufgegeben.“
Lob für die Einstellung seines Teams
In Bari sah Castori dann eine stabile, geschlossene und reife Vorstellung seiner Elf. „Die Mannschaft hat nie den Kopf verloren“, betonte der 71-Jährige. Man habe die Fehler analysiert, sei aber nicht in Negativität verfallen: „Wir sind uns selbst treu geblieben, wir sind geschlossen geblieben. Heute haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Mit dem Ergebnis war Castori aber trotzdem nur bedingt glücklich, denn der FCS war dem Sieg näher als die Hausherren: „Meiner Meinung nach waren wir leicht überlegen.“Simone Davi in Aktion. © FC Südtirol
Für das Rückspiel in Bozen will Castori trotz der komfortableren Ausgangslage keine Rechenspiele zulassen. „Wir dürfen nicht rechnen, wir dürfen nicht kalkulieren“, stellte er klar. „Wir müssen immer mit hoher Intensität spielen, mit Tempo.“ Gefordert sei erneut eine „entschlossene, aufmerksame und konzentrierte“ Leistung.
„Wir dürfen nicht rechnen, wir dürfen nicht kalkulieren.“ Fabrizio Castori
Auch seine gute persönliche Bilanz gegen Bari nahm Castori nur mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. „Offenbar bringt mir Bari Glück“, spaßte er, warnte aber zugleich: „Ich mache mir keine Illusionen. Das Rückspiel wird hart.“ Die Botschaft des Trainers ist damit klar: Der FC Südtirol hat in Bari Mut getankt – gerettet ist er aber noch lange nicht.
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