a Serie B

Motivator und Antreiber: Pierpaolo Bisoli ist der neue Cheftrainer des FC Südtirol. © Felice Calabro' / Felice Calabro'

Dieser Mann soll den FC Südtirol aus der Misere holen

Was die Spatzen seit Tagen vom Dach pfiffen, ist seit Montag offiziell. Pierpaolo Bisoli ist der neue Trainer des FC Südtirol. Kann er die Weißroten in der Serie B stabilisieren? Und was ist sein Plan?

Im Internet kursiert ein Video, das den Charakter von Bisoli ziemlich gut beschreibt. Als er im Februar 2022 das stark abstiegsbedrohte Cosenza übernahm, besuchten einige hundert Fans das erste Training unter Bisoli. Noch bevor der erste Ball gespielt wurde, suchte der Trainer das Gespräch mit den aufgebrachten Tifosi und sagte vor laufenden Handykameras: „Ich versichere euch, dass wir bis zum letzten Schweißtropfen darum kämpfen, Cosenza zu retten.“


Drei Monate später stand der Klassenerhalt nach einem nervenaufreibenden Playout-Duell mit Vicenza tatsächlich fest. Ein Erfolg, dem ihn die Fans des kalabresischen Klubs hoch anrechnen. Sie waren es auch, die dem FCS am Montagmorgen in den Sozialen Medien überschwänglich zur Bestellung von Bisoli gratulierten. SportNews nimmt den neuen FCS-Trainer unter die Lupe.

Mehr Motivator als Taktiker
Über den Werdegang und die Erfolge von Bisoli wurde in den letzten Tagen viel geschrieben. Doch was macht ihn als Trainer aus? Bisoli gilt als Mann der deutlichen Worte und als jemand, der aus wenig viel machen kann. Er ist ein Motivator, der sicht auch vor Konfrontationen mit Spielern oder Funktionären nicht scheut. Seine Mannschaften verfolgen stets klare Prinzipien. Von Champagner-Fußball und speziellen taktischen Rollen hält Bisoli nicht viel, stattdessen geht es ihm um Fehlervermeidung. Ein Ansatz der bei der aktuellen Lage des FC Südtirol richtig sein kann, denn gegen Reggina waren auch die vielen individuellen Fehler ein Problem.

Emotionen liegen Bisoli im Blut: Er ist kein kühler Taktiker wie die Ex-Trainer Ivan Javorcic oder Stefano Vecchi. © Felice Calabro' / Felice Calabro'

Bisoli gilt als Verfechter der Dreierkette. Cosenza lief im Vorjahr durchgehend im 3-5-2-System auf. Beim FC Südtirol war Paolo Zanetti der letzte Trainer, der mit Dreierkette gespielt hat. Die aktuelle FCS-Mannschaft ist nicht unbedingt darauf ausgelegt. Da ist es gut, dass Bisoli auch anders kann. Seine erfolgreichste Zeit hatte er in Cesena, wo er mit einem 4-2-3-1-System in die Serie A aufgestiegen ist. Bei Standardsituation setzt Bisoli – entgegen dem Trend zur Raumorientierung – auf die altbewährte Manndeckung.

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