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FCS-Kapitän Fabian Tait (Nummer 21) kassierte die Rote Karte. © DLife/LO

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FCS-Kapitän Fabian Tait (Nummer 21) kassierte die Rote Karte. © DLife/LO

Ein glücklicher FCS-Punkt gegen das Schlusslicht

Nachdem der FC Südtirol zu Weihnachten noch auf einem Playout-Platz lag, zeigen die Weiß-Roten seit dem Jahreswechsel ein neues Gesicht. Am Sonntag war Schlusslicht Pescara im Drususstadion zu Gast – das Team aus Abruzzen erwies sich jedoch als harte Nuss.

Aus dem Bozner Drususstadion

Moritz Vikoler

Von:
Moritz Vikoler

Am Sonntagabend unter Flutlicht war der FC Südtirol daheim gegen Schlusslicht Pescara im Einsatz. Der FCS war aber bereits vor dem Spiel gewarnt: Die Gäste um Ex-Napoli-Star Lorenzo Insigne (34) befanden sich zuletzt im Aufschwung und haben drei ihrer letzten fünf Spiele gewonnen. Auch der FC Südtirol tat sich schwer gegen das Team aus Abruzzen – am Ende stand ein torloses 0:0 zu Buche.


Die gute Nachricht vorneweg: Die heiße Zone der Tabelle – sprich die Abstiegsplätze – entfernen sich durch den Punktgewinn immer weiter vom FCS. Der Abstand auf den ersten Playout-Rang beträgt nun sieben Punkte. Die Weiß-Roten zeigten am Sonntag zwei verschiedene Gesichter: Während in der ersten Halbzeit ein Fehlpass auf den nächsten folgte und die Gäste klar tonangebend waren, bestimmte der FCS nach der Pause das Spielgeschehen – richtig gefährlich wurde es aber nur selten. Unter dem Strich war das torlose Unentschieden aus FCS-Sicht doch ziemlich glücklich – die Weiß-Roten können sich auch bei Keeper Marius Adamonis bedanken, der sie im Spiel hielt.


Der Höhepunkt des Tages ging allerdings in der Halbzeitpause über die Bühne. Auf dem Rasen wurde die ehemalige Nummer 1 der Weiß-Roten, Giacomo Poluzzi, für seine Verdienste im FCS-Trikot geehrt. Insgesamt hütete „Jack“, wie er liebevoll genannt wird, 186-mal den Kasten. Während seiner fünfeinhalb Jahre in Südtirol war Poluzzi mitverantwortlich für den erstmaligen Aufstieg in die Serie B, im ersten Jahr in der zweithöchsten italienischen Spielklasse qualifizierte sich der FC Südtirol sensationell für die Playoffs.

„Für immer in meinem Herzen“

Am Sonntag feuerte „Jack“, der im Februar zu Ravenna in die Serie C wechselte, seine ehemaligen Mitspieler auf der Tribüne an. „Ich möchte mich bei allen bedanken. Die Zeit beim FC Südtirol war die schönste meines Lebens. Ihr werdet immer einen Platz in meinem Herzen haben“, sagte ein sichtlich gerührter Poluzzi nach seiner Ehrung zu den Anhängern der Weiß-Roten. Der FCS überreichte ihrem ehemaligen Schlussmann ein eingerahmtes Trikot – dieses wird wohl einen speziellen Platz in Poluzzis Zuhause bekommen.

Der Abend im Schnelldurchlauf

Adamonis glänzt gegen die LorenzosNach einem unspektakulären Beginn übernehmen die Gäste aus Pescara die Kontrolle. FCS-Goalie Marius Adamonis verhindert aber Schlimmeres: Zuerst ist er bei einem Freistoß von Lorenzo Insigne zur Stelle (20.), dann klärt er einen Versuch von Lorenzo Berardi sehr stark mit den Fingerspitzen zur Ecke (36.).
FCS kommt im Spiel anNach dem Seitenwechsel kann der FC Südtirol endlich sein Spiel aufziehen: Nach einem Warnschuss von Emanuele Pecorino fliegt ein seitlicher Freistoß von Daniele Casiraghi an Freund und Feind vorbei ins Toraus (65.).
Zittern bis zum SchlussWegen eines harten Einsteigens sieht FCS-Kapitän Fabian Tait nach dem VAR-Eingriff die Rote Karte (77.). Bis zum Schlusspfiff erhöht Pescara den Druck, die größte Chance findet Antonio Di Nardo vor, der aber aus kurzer Distanz kläglich am Tor vorbeischießt – Glück für den FC Südtirol (89.).

Viel Zeit zum Verschnaufen hat der FC Südtirol nicht, die Weiß-Roten befinden sich mitten in der nächsten englischen Woche: Am Mittwoch gastiert der FCS bei Avellino (20 Uhr), nächsten Sonntag kommt Frosinone ins Drususstadion (15 Uhr). Anschließend geht es für die Serie-B-Profis in die letzte Länderspielpause dieser Saison.

FC Südtirol – Delfino Pescara 1936 0:0

FC Südtirol (3-5-2): Adamonis; Veseli, Kofler, Federico Davi; Zedadka (ab 85. Masiello), Tait, Tronchin (ab 82. Martini), Casiraghi (ab 78. Frigerio), El Kaouakibi; Merkaj (ab 82. Crnigoj), Verdi (ab 46. Pecorino)
Trainer: Fabrizio Castori

Pescara (4-3-2-1): Saio; Cagnano, Bettella, Capellini, Gravillon (ab 72. Letizia); Valzania (ab 67. Caligara), Brugman, Berardi (ab 72. Fanne); Insigne (ab 67. Olzer), Acampora (ab 81. Meazzi); Di Nardo
Trainer: Giorgio Gorgone

Rote Karte: Tait (77.)

Zuschauer: 3.969 (davon 31 Gästefans)

Serie B, 30. Spieltag

Begegnungen
  • 14.03.26

    Bari

    4 : 1

    Reggiana

  • 14.03.26

    Cesena

    2 : 2

    Frosinone

  • 14.03.26

    Empoli

    2 : 2

    Mantova

  • 14.03.26

    Juve Stabia

    1 : 1

    Carrarese

  • 14.03.26

    Modena

    3 : 0

    Spezia

  • 14.03.26

    Monza

    3 : 0

    Palermo

  • 14.03.26

    Padova

    1 : 3

    Catanzaro

  • 14.03.26

    Sampdoria

    0 : 0

    Venezia

  • 14.03.26

    FC Südtirol

    0 : 0

    Pescara

  • 14.03.26

    Virtus Entella

    1 : 2

    Avellino



Tabelle
SPGUVTVP
1. Venezia30197460:2564
2. Monza30196549:2563
3. Frosinone301611357:3059
4. Palermo30169549:2557
5. Catanzaro301410648:3552
6. Modena30138940:2447
7. Juve Stabia30914733:3541
8. Cesena301171238:4340
9. FC Südtirol30814831:2938
10. Avellino30991233:4736
11. Padova308101231:3934
12. Carrarese307121136:4233
13. Empoli307111238:4432
14. Virtus Entella307101328:4231
15. Bari307101329:4531
16. Mantova30871532:4631
17. Sampdoria307101329:4031
18. Reggiana30781530:4629
19. Spezia30781529:4229
20. Pescara305111438:5426

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