a Serie B

Fabian Tait hat ein besonderes Wochenende hinter sich. © Alfred Tschager

„Eine andere Welt“: Das erste Serie-B-Wochenende des FCS

Der FC Südtirol hat sein erstes Serie-B-Spiel überhaupt am Sonntagabend in Brescia mit 0:2 verloren. Trotzdem war dieses Wochenende ein historisches und besonderes für den FCS. Kapitän Fabian Tait blickt mit uns zurück.

Fabian Tait klingt noch etwas müde, als wir ihn am Montagvormittag telefonisch erreichen. Verständlich: Der Salurner kam erst nach Mitternacht (gegen 1.30 Uhr) zuhause an. „Einschlafen konnte ich erst gegen 4 Uhr. Ich hatte noch zu viel Adrenalin im Körper. Das passiert mir nach Abendspielen häufiger“, erklärte Tait. Der Kapitän blickt mit SportNews auf das erste Serie-B-Wochenende des FC Südtirol zurück.


Am späten Samstagnachmittag machte sich der FCS auf dem Weg in die Lombardei. Nach einer rund zweistündigen Busfahrt kamen die Weiß-Roten gegen 19 Uhr im Hotel an, das rund eine halbe Stunde außerhalb von Brescia liegt. „Wenn wir auswärts in großen Städten spielen, sind wir immer irgendwo außerhalb untergebracht. Da hat man einfach mehr Ruhe“, so Tait.

Zwischen Vorfreude und Anspannung
Am Sonntag stand dann am Vormittag ein Training auf dem Programm. „Am Nachmittag wartet man dann nur mehr darauf, dass es endlich losgeht“, so Tait. Auf die Frage, ob er denn nervös gewesen sei, entgegnete der Mittelfeldspieler: „Ich wollte diesen Tag einfach nur genießen und das habe ich auch. Ich und mein Zimmerkollege (Torhüter Giacomo Poluzzi) haben uns das auch immer wieder eingeredet. Wir haben uns diesen Tag verdient und selbst erarbeitet. Aber natürlich würde ich lügen, wenn ich sage, dass ich nicht aufgeregt war.“
„Ich wollte diesen Tag einfach nur genießen und das habe ich auch.“ Fabian Tait

Um 19.15 Uhr, also rund 1,5 Stunden vor Spielbeginn kam der FCS dann im Stadio Mario Rigamonti an. „Man merkt gleich, dass die Serie B eine andere Welt ist. Schon beim Einwärmen stehen zahlreiche Kameras am Spielfeldrand. Das Medien- und TV-Interesse ist ein ganz anderes. Und auch viel mehr Zuschauer sind da. Natürlich war es besonders, gleich das erste Serie-B-Spiel in Brescia zu machen. Die Stimmung war gewaltig“, sagte Tait.

Der FCS-Bus bei der Ankunft im Stadion. © Alfred Tschager


Gegen Ende des Aufwärmens liefen Tait und Co. noch zu den knapp 100 mitgereisten FCS-Fans. Dafür wurden sie mit einem warmen Applaus empfangen. Um 20.45 Uhr folgte dann der Anpfiff. Die Nervosität war Tait & Co. in der ersten Halbzeit durchaus anzumerken. Brescia ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen. Allerdings kamen die Hausherren neben dem Freistoßtor in der 1. Halbzeit nur zu einer Tormöglichkeit, die Poluzzi entschärfen konnte.
VAR & Co.
In der 2. Halbzeit trauten sich Tait & seine Teamkollegen dann immer mehr zu und hatten viel mehr Ballbesitzphasen. Von der 45. bis zur 65. Minute dominierte der FCS das Geschehen fast nach Belieben. „Natürlich hätte das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Mazzocchi den Elfmeter reingemacht hätte. Aber wir machen ihm da keinen Vorwurf. Er ist ein guter Junge. Wir werden ihn schon wieder aufrichten“, so Tait.

Beim Freistoßgegentor in Halbzeit 1 bekam der FCS das Serie-B-Niveau erstmals zu spüren. © Felice Calabro' / Felice Calabrò


Der Salurner war von der Stimmung im Stadion regelrecht beeindruckt: „Beim Elfer von Mazzocchi habe ich beispielsweise die Pfeife des Schiedsrichters gar nicht gehört. So laut waren die Pfiffe im Stadion.“ In der Nachspielzeit hätte Tait seine Leistung fast mit seinem ersten Serie-B-Tor gekrönt. Doch der 29-Jährige stand bei seinem Kopfballtreffer im Abseits. „Der Schiedsrichter hat das in Verbindung mit dem VAR entschieden. Auch das habe ich zuvor noch nie gesehen bzw. selbst erlebt.“
„Wir haben gesehen, dass wir mithalten können.“ Fabian Tait

Nach dem Spiel musste Tait dann noch zur PK. Kurz vor Mitternacht war sein Arbeitstag dann beendet. Mit der Leistung seiner Mannschaft war der Käpt’n jedenfalls zufrieden: „Insgesamt können wir auf diese Leistung aufbauen. Wir haben gesehen, dass wir mithalten können. Nun müssen wir aus unseren Fehlern lernen.“ Fest steht jedenfalls: Der Salurner lebt seinen Traum. Er hat es vom Amateurfußballer (Oberliga mit Salurn) über Mezzocorona (Serie D) bis in die Serie B geschafft – und das mit dem FC Südtirol.









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