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Völlig geknickt verließen die FCS-Kicker den Platz. © DLife

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Völlig geknickt verließen die FCS-Kicker den Platz. © DLife

FC Südtirol in Schockstarre: „Die Spieler sind zerstört“

Es war ein dramatischer Abend im Bozner Drusus-Stadion, einer mit einem ganz bitteren Ende für den FC Südtirol. Nach dem Remis gegen Juve Stabia stehen die Weiß-Roten mit einem Bein in der Serie C. Der Trainer sucht nach Erklärungen – und nach einer Lösung.

Alexander Foppa

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Alexander Foppa

Es war am Freitagabend um 22:24 Uhr, als Empoli in Monza zum 2:2 ausglich und dadurch den FCS in die Playout-Zone beförderte. Plötzlich war das 1:1 der Südtiroler gegen Juve nicht mehr genug für den fixen Klassenerhalt. In den verbliebenen Minuten vergaben sie noch beste Torchancen, doch es wollte einfach nicht mehr sein. Völlig niedergeschlagen verließen sie das Feld, mehr als 5.000 Fans waren entsetzt.


Die Stimmung war nicht nur auf den Rängen gespenstisch, selbst eine halbe Stunde nach Schlusspfiff herrschte im Mediensaal tief im Bauch der Arena noch totale Stille. Dabei hatte FCS-Trainer Fabrizio Castori gerade am Rednerpult Platz genommen. Mit gedämpfter Stimme und gesenktem Blick sagte er: „Ich bin einfach nur verbittert, niedergeschlagen.“

„Das hätte man gewinnen müssen“ FCS-Trainer Fabrizio Castori

Castoris Schützlinge waren nicht imstande, gegen ein harmloses Juve Stabia, für das es in diesem Spiel um nichts mehr ging, einen Sieg einzufahren. Das 0:1 der Gäste konnte Domen Crnigoj noch ausgleichen, doch das war’s dann aber auch. „Wir hatten unglaublich viele Schüsse, sieben bis acht Großchancen. Das hätte man gewinnen müssen.“

Zur Wahrheit gehört aber auch: Der FC Südtirol konnte seit mehr als zwei Monaten, seit dem 4:0 am 3. März in Reggio Emilia, nicht gewinnen. Und Schuld daran ist auch der Trainer, dessen Spieler gerade in dieser entscheidenden Phase körperlich und mental leer wirken.

Freistoßspezialist Daniele Casiraghi (Mitte) wurde von seinem Trainer ausgewechselt.

Freistoßspezialist Daniele Casiraghi (Mitte) wurde von seinem Trainer ausgewechselt.


Zu allem Überdruss zog Castori auch noch den Zorn von Führungsspieler und Standardspezialist Daniele Casiraghi auf sich, der eine halbe Stunde vor Schluss zum Freistoß antreten wollte, dann aber ausgewechselt wurde und wütend vom Platz stampfte. „Für ihn habe ich Verdi gebracht, einen erfahrenen Mann, der mit solchen Situationen umgehen kann. Der auch Freistöße schießt. Es war ein Versuch“, rechtfertigte sich Castori.

Aufrichten und weitermachen

Danach gewährte der Rekord-Trainer der Serie B, der erfahrenste überhaupt im italienischen Profifußball, Einblick in die Gefühlslage seiner Spieler: „Ich habe sie nach dem Spiel gesehen, sie sind zerstört.“ Castori weiß aber auch, dass es nur eine Lösung gibt: aufrichten und weitermachen. „Wir müssen den Kopf hochbekommen und neu sammeln – und dann alles auf Bari richten.“

Bari ist das Stichwort. Beim früheren Serie-A-Klub tritt der FC Südtirol am kommenden Freitag im Playout-Hinspiel an, am 22. März folgt das allerletzte und entscheidende Heimspiel. Castori weiß: „Wir haben noch eine Chance.“ Doch die gilt es nun zu nutzen – ohne Wenn und Aber.


Die Abschlusstabelle der Serie B:

SPGUVTVP
1. Venezia382410477:3182
2. Frosinone382312376:3481
3. Monza382210661:3276
4. Palermo382012661:3372
5. Catanzaro381514962:5159
6. Modena3815101349:3655
7. Juve Stabia381118944:4551
8. Avellino3813101543:5549
9. Mantova381371845:5746
10. Padova3812101639:4946
11. Cesena3812101645:5646
12. Carrarese3810141447:5244
13. Sampdoria3811111635:4844
14. Virtus Entella3810121636:5142
15. Empoli389141547:5441
16. FC Südtirol388171338:4841
17. Bari3810101838:6040
18. Reggiana389101936:5637
19. Spezia388111943:5935
20. Pescara387141751:6635

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