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Matteo Lovisa, 30-jähriger Sportdirektor des FC Südtirol. © Alfred Tschager

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Matteo Lovisa, 30-jähriger Sportdirektor des FC Südtirol. © Alfred Tschager

FCS-Sportchef Lovisa: „Alle erwarten, dass man versagt“

Matteo Lovisa krempelt den FC Südtirol komplett um. Dass es für den 30-jährigen Sportdirektor nicht immer einfach war und ist, hat er in einem Interview erzählt. „Italien sei kein Land für junge Leute“, so Lovisa.

„Ich bin in meinem sechsten Jahr in der Serie B. Aber wenn man jung ist, erwarten alle, dass man versagt“, so Lovisa gegenüber dem Podcast Cronache di Spoglatoio. Der FCS-Sportdirektor ist mit seinen 30 Jahren der mit Abstand jüngste Sportchef in der Liga.


Begonnen hat Lovisa seine Funkionärskarriere in Pordenone, wo sein Vater Boss des Vereins war: „Für diese Möglichkeit werde ich ihm immer dankbar sein.“ Einfach hatte es der junge Macher danach aber nicht. „Es war schwierig. Andere Personen wurden bevorzugt, ich war sehr jung. Was sollte ich dagegen tun? Ich bin überzeugt, dass am Ende die Kompetenzen zählen.“ Sich selbst bezeichnet er als „harten Arbeiter, der bodenständig und mit viel Leidenschaft“ ans Werk geht.

So arbeitet Lovisa beim FCS

Der Schritt zum FC Südtirol folgte aus Überzeugung, wie Lovisa verrät. „Ich wollte den nächsten Schritt machen und habe einen Club gesucht, der dasselbe Ziel hat. Beim FCS passiert gerade viel Neues. Wir wollen moderner werden, einen Fußball spielen, der auch den Fans gefällt“, so der Sportdirektor. In der Serie B sei es die Ausnahme, dass ein Sportchef arbeiten könne, so wie er möchte: „Es gibt ganz wenige Clubs, bei denen das möglich ist.“
Den FCS hat sich Matteo Lovisa gezielt als neuen Arbeitsplatz ausgesucht. Rechts Dietmar Pfeifer (Geschäftsführer), links Hannes Fink (technischer Direktor). © Alfred Tschager

Den FCS hat sich Matteo Lovisa gezielt als neuen Arbeitsplatz ausgesucht. Rechts Dietmar Pfeifer (Geschäftsführer), links Hannes Fink (technischer Direktor). © Alfred Tschager


Lovisa hat in der Vergangenheit immer wieder Spieler entdeckt, die anschließend ihren Marktwert erheblich steigern konnten. Wie funktioniert seine Arbeit? „Ich versuche nah an der Mannschaft zu sein. Ich schaue mir so gut wie alle Trainings an, damit ich verstehe, was die Mannschaft braucht. Als Sportdirektor muss man die Kabine in der Hand haben, das ist ganz wichtig.“ Gemeinsam mit drei FCS-Scouts und einem persönlichen Mitarbeiter suche er dann nach den geeigneten Spielern. „Wir arbeiten mit vielen Videos und sind oft persönlich vor Ort. Daten helfen uns weiter, sie sind aber nicht der Hauptteil unserer Arbeit“, so Lovisa.

Beim FCS hat er bis dato schon den einen oder anderen Transfer getätigt, der unter dem ehemaligen Sportchef Paolo Bravo wohl nicht zustande gekommen wäre. „Der Transfer von Kenny Mixtur (aus der Ligue 3; Anm. d. Red.) wäre bei Bravo nicht passiert“, so der technische Direktor Hannes Fink über Lovisa.

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