
Der neue starke Mann in Castellammare di Stabia: Alfredo Guerri. © Social Media / Juve Stabia
Giftpfeile aus Castellammare: FCS-Sportchef im Visier
Nach seinem Weggang von Juve Stabia hat sich Matteo Lovisa in Castellammare di Stabia offenbar wenig Freunde gemacht. Der neue Boss der Kampanier schoss in einem Interview ordentlich Giftpfeile in Richtung des FCS-Sportdirektors ab.
14. August 2026
Von: cst
Es sind durchaus brisante Worte, die Alfredo Guerri in Richtung des neuen Sportdirektors der Weiß-Roten abgefeuert hat. In einem Interview mit der kampanischen Onlineplattform Metropolis hat der neue Juve-Stabia-Boss einige Dinge offengelegt – wohl auch, um die heißblütigen Fans der Vespe zu besänftigen. Denn in den letzten Tagen musste Juve Stabia gleich mehrere Nackenschläge hinnehmen.
Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar der Transfer von Andrea Giorgini zum FC Südtirol. Der Innenverteidiger wechselt nach einem Jahr bei Juve Stabia nach Südtirol zurück – weil er im Vertrag eine festgeschriebene Ablösesumme hat. Die Klausel kann bis 15. August aktiviert werden, was Guerri fassungslos macht: „Wie kann das sein? Wer hat diese Klause in den Vertrag geschrieben? Wir bereiten den Spieler die gesamte Vorbereitung lang auf die Saison vor, um ihn dann wenige Tage davor unfreiwillig zu verlieren?“
Matteo Lovisa hat bis vor wenigen Wochen für Juve Stabia gearbeitet.
Lovisa wurde nicht direkt genannt, doch der FCS-Sportdirektor bekam wenig später sein Fett im Bezug auf Ex-Trainer Ignazio Abate weg. „Wir dachten, er hätte einen Zweijahresvertrag“, so Guerri, der offenlegte: „Tatsächlich konnte Abate seinen Vertrag nach der Saison eigenhändig auflösen – für eine festgeschriebene Summe von 1.000 Euro. Er war also de facto frei.“ Der süditalienische Unternehmer, der Juve Stabia im Sommer vor der Pleite gerettet hat, legte zugleich nach: „Ich hörte bei meiner Ankunft immer wieder von Lovisa. Über ihn wurde gesprochen, als würde er bald bei wichtigen Clubs in der Serie A arbeiten. Stattdessen ist er nach Südtirol gegangen. Er hat uns gesagt, er will näher bei seiner Familie sein. Wir haben den Vertrag dann aufgelöst.“500.000 Euro für einen Spielerberater?
Guerri tischte zudem eine Geschichte auf, die ebenfalls auf seine Vorgänger zurückgehe, so der neue Vereinschef. „Wir bekamen eine Rechnung über 500.000 Euro von einem Berater, dessen Spieler laut der Plattform Transfermarkt nur 50.000 Euro wert ist. Das ist ein Verbrechen, das man eigentlich bei der Staatsanwaltschaft anzeigen müsste. Aber ich habe das nicht verbockt, das waren diejenigen, die vor mir hier waren.“Profil bearbeiten
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