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Eigengewächs Raphael Kofler (rechts) erzielte gegen Spezia das Siegtor. © DLife/LO

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Eigengewächs Raphael Kofler (rechts) erzielte gegen Spezia das Siegtor. © DLife/LO

Goldjunge Kofler schießt „seinen“ FCS aus der Krise

Vor dreieinhalb Monaten bzw. 13 Spielen durfte der FC Südtirol in der Serie B letztmals über einen Sieg jubeln. Exakt 105 Tage danach gelang der lang ersehnte Dreier endlich vor heimischem Publikum. Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung den FCS-Profis vom Gesicht abzulesen.

Aus dem Drususstadion in Bozen

Moritz Vikoler

Von:
Moritz Vikoler

„Neues Jahr, neues Glück“ lautet eine beliebte Redewendung zum Jahreswechsel. Diesem Motto wollte am Samstag auch der FC Südtirol im ersten Spiel des neuen Jahres gerecht werden. Daheim gegen Spezia zeigte der FCS – wie schon in den vorherigen Partien – eine ordentliche Leistung. Der Unterschied war, dass die Bemühungen der Weiß-Roten diesmal belohnt wurden: Am Samstag gab es einen verdienten 2:1-Heimsieg.


Obwohl die Leistungen des FCS zuletzt schwankten und er zudem mitten im Abstiegskampf steckt, pilgerten auch am Samstag wieder knapp 4.000 Fans ins Drususstadion. Die Zuschauer bekamen ein munteres Sechs-Punkte-Spiel zu sehen – in der Tabelle lag Spezia vor der Begegnung nur einen Punkt vor dem FC Südtirol. Durch den Erfolg überholen die Weiß-Roten das Team aus Ligurien und befinden sich damit erstmals seit einer Weile wieder auf einem Nicht-Play-Out-Platz.



Zum großen Held avancierte gegen Spezia ausgerechnet Raphael Kofler. Der 20-Jährige erzielte zuerst das Siegtor zum 2:1 und hielt anschließend als Anführer der Abwehr die drei Punkte fest. Diese Zähler sind Gold wert, Balsam für die FCS-Seele und geben gleichzeitig neuen Mut im Abstiegskampf, der noch lange nicht beendet ist. Neuzugang Simone Verdi, der 240 Serie-A-Spiele auf dem Buckel hat, wurde nicht eingewechselt und muss noch auf sein Debüt warten.

Koflers spezielle Geschichte

Zurück zum jungen Rablander: Kofler ist seit dieser Saison im 3-5-2 von Trainer Fabrizio Castori als zentraler Abwehrspieler gesetzt. Er führt die Hintermannschaft mit einer beinahe unheimlichen Souveränität an, und das mit gerade einmal 20 (!) Jahren. Fast zweieinhalb Jahre nach seinem Serie-B-Debüt – das er kurioserweise am 20. August 2023 gegen Spezia feierte – schoss er „seinen“ FC Südtirol am Samstag gegen die Ligurier zum ersten Sieg seit dem 27. September des vergangenen Jahres. Chapeau, Raphael Kofler!

Die Schlüsselmomente des lang ersehnten Heimsiegs

Ruhiger BeginnDie Partie beginnt ohne große Aufreger. Man merkt beiden Teams eine gewisse Anspannung an, keiner will einen Fehler machen.
Die Gäste jubelnSpezia geht im Drususstadion in Front: Ein eigentlich misslungener Schuss von Adam Nagy aus der zweiten Reihe wird von Vanja Vlahovic noch unhaltbar abgefälscht (31.).
Pecorino!Der FCS hat die perfekte Antwort parat: Nur drei Minuten später hat Emanuele Pecorino nach einem Doppelpass mit Daniele Casiraghi plötzlich viel Platz im Strafraum der Gäste. Diesen nutzt Pecorino eiskalt aus, indem er aus kurzer Distanz voll draufhämmert und flach ins lange Eck trifft (34.).
Kofler, der GoldjungeNach dem Pausentee geht der FC Südtirol dann sogar in Führung: Pecorino legt für Kapitän Fabian Tait auf, dessen Schuss wird zwar noch geblockt, den Abstauber knallt ausgerechnet Eigengewächs Kofler zum viel umjubelten 2:1 in die Maschen (51.). Es ist sein dritter Karrieretreffer in der Serie B, der zweite in der laufenden Meisterschaft.
Außennetz und Adamonis rettenSpezia gibt sich nicht so leicht geschlagen und drückt auf den Ausgleich. Während Rachid Kouda volley nur das Außennetz trifft (66.), zeigt FCS-Keeper Marius Adamonis gegen Joker Christian Comotto einen starken Reflex (75.). Anschließend steht der dritte Saisonsieg der Weiß-Roten endlich fest.


Weiter geht es für den FC Südtirol am kommenden Samstag, 17. Jänner. Dort sind die Weiß-Roten ab 15 Uhr bei Serie-A-Absteiger Empoli zu Gast. Anschließend stehen zwei Heimspiele für den FCS an: Sowohl Padova (25. Jänner) als auch Catanzaro (31. Jänner) gastieren im ersten Monat des neuen Jahres im Drususstadion.

FC Südtirol – Spezia Calcio

FC Südtirol (3-5-2): Adamonis; El Kaouakibi, Kofler, Veseli; Molina, Tait (ab 62. Federico Davi), Tronchin (ab 78. Bordon), Casiraghi (ab 78. Frigerio), Zedadka (ab 73. Pietrangeli); Merkaj, Pecorino (ab 73. Odogwu)
Trainer: Fabrizio Castori

Spezia (3-5-2): Radunovic; Wisniewski, Hristov, Beruatto; Aurelio (ab 73. Adamo), Kouda, Cassata, Nagy (ab 73. Comotto), Vignali (ab 61. Sernicola); Di Serio (ab 83. Lapadula), Vlahovic (ab 61. Artistico)
Trainer: Roberto Donadoni

Schiedsrichter: Gianluca Manganiello (Pinerolo)

Tore: 0:1 Vlahovic (31.), 1:1 Pecorino (34.), 2:1 Kofler (51.)

Zuschauer: 3.990 (davon 276 Gäste-Fans)

Serie B, 19. Spieltag

Carrarese – Bari 1:0
Tor: 1:0 Abiuso (50.)

Frosinone – Catanzaro 2:0
Tore: 1:0 Monterisi (81.), 2:0 Ghedjemis (90.+8)

Reggiana – Venezia 1:3
Tore: 0:1 Adorante (21.), 0:2 Yeboah (34./Elfmeter), 1:2 Girma (39.), 1:3 Svoboda (57.)

Avellino – Sampdoria 2:1
Tore: 1:0 Palumbo (32.), 2:0 Tutino (51.), 2:1 Coda (85./Elfmeter)

Virtus Entella – Monza 1:0
Tor: 1:0 Franzoni (84./Elfmeter)

Juve Stabia – Pescara 2:2
Tore: 0:1 Olzer (35.), 1:1 Correia (68.), 2:1 Candellone (89./Elfmeter), 2:2 Sgarbi (90.+3)

Cesena – Empoli (19.30 Uhr)

Die Spiele vom Sonntag:
Mantova – Palermo (15 Uhr)
Padova – Modena (17.15 Uhr)

Tabelle
SPGUVTVP
1. Frosinone19125236:1641
2. Venezia19115334:1538
3. Monza19114427:1537
4. Palermo1997329:1434
5. Catanzaro1987426:2131
6. Cesena1994625:2131
7. Modena1985626:1729
8. Empoli1976626:2427
9. Juve Stabia1969421:2227
10. Padova1967619:2025
11. Avellino1967623:3125
12. Carrarese1958625:2923
13. Reggiana1955923:2820
14. FC Südtirol19310618:2219
15. Virtus Entella1947817:2619
16. Sampdoria19451019:2717
17. Spezia19451018:2717
18. Bari1938816:2917
19. Mantova19441116:2816
20. Pescara1928925:3714

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