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Schon wieder geschieden: Am 13. Juni hat die Ehe zwischen Zauli und Bravo begonnen, jetzt ist sie schon wieder geschieden worden. © Alfred Tschager

Kein Rücktritt! Der FCS wirft Zauli raus

Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das ist wohl das Motto des FC Südtirol gewesen, als man sich am Dienstagvormittag von Lamberto Zauli getrennt hat. Der Klub bestätigte um 12.10 Uhr das Aus des Trainers nach nur 57 Tagen.

Das Ende von Zauli als FCS-Trainer, von dem SportNews am Vormittag exklusiv berichtet hatte, war mehr ein Rauswurf als ein Rücktritt, auch wenn der Verein von „gemeinsamen Einverständnis“ spricht. Zauli war mit dem FC Südtirol in der Qualifikationsrunde zur Coppa Italia gegen Drittligist Feralpisalò (1:3) ausgeschieden. Vor allem der fragwürdige Auftritt im Freundschaftsspiel gegen Mantova (2:2) dürfte bei den Klubverantwortlichen für Zweifel gesorgt haben, ob Zauli denn der richtige Mann für die erste Serie-B-Saison der Südtiroler ist.


Hinterfragen muss sich Sportdirektor Paolo Bravo. Er hat Zauli als Nachfolger von Ivan Javorcic nach Bozen geholt und ihn nur wenige Wochen später schon wieder entlassen. Bravo setzte sich vehement für den ehemaligen Juventus-U23-Trainer ein und hat sich damit einen kapitalen Fehlgriff geleistet. Jetzt steht der Sportchef unter Druck, denn auch die Kaderzusammenstellung und die kurze Sommervorbereitung (nur drei Testspiele) lässt Fragen offen.

Nur 57 Tage lang war Lamberto Zauli der Trainer des FC Südtirol. © Alfred Tschager

Zusätzlich zur Spieler-Baustelle muss Bravo jetzt auch noch einen neuen Trainer suchen. Unterschiedliche sportliche Visionen haben zur Trennung geführt, so der Verein. Da muss sich der FC Südtirol die Frage gefallen lassen, ob diese unterschiedlichen Vorstellungen nicht schon bei den Gesprächen mit Zauli hätten auffallen müssen. Ein Trainer-Rauswurf fünf Tage vor dem Saisonstart ist ein sportlicher Super-GAU.

In der Zwischenzeit übernimmt Co-Trainer Leandro Greco die Arbeit auf dem Trainingsplatz. Der 36-Jährige wird auch am Sonntag beim Meisterschaftsauftakt gegen Brescia (20.45 Uhr) auf der Bank sitzen.


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