a Serie B

Lamberto Zauli ist offenbar nicht mehr FCS-Trainer.

Riesenwirbel beim FCS: Trainer Zauli ist weg!

Chaos beim FC Südtirol! Fünf Tage vor dem Start in die historische erste Serie-B-Saison steht der Verein ohne Trainer da. Lamberto Zauli ist nicht mehr beim FCS.

Breits am frühen Vormittag sickerte durch, dass beim FC Südtirol etwas Unvorhergesehenes passiert ist. Jetzt steht fest: Lamberto Zauli will nicht mit der Mannschaft in die Serie B starten. Der Trainer hat seinen Rücktritt eingereicht – und das fünf Tage vor dem Auftakt in Brescia.


Eine offizielle Bestätigung von Seiten des Klubs steht noch aus, doch Zauli wird am Sonntag gegen Brescia (20.45 Uhr) nicht auf der Bank der Weißroten sitzen. Der Trainer, der erst zur neuen Saison das Zepter des zu Venezia abgewanderten Ivan Javorcic übernommen hatte, ist schon wieder weg. Über die Gründe des Rücktritts kann zurzeit nur spekuliert werden.

Was war der Auslöser für das Aus?
Das Ziel von Zauli war es, den Kader spätestens in den ersten August-Tagen komplett beisammen zu haben. Das ist nicht passiert. Zwar steht Stürmer Michele Marconi kurz vor der Vertragsunterschrift in Bozen, doch vom Stammsechser fehlt noch jede Spur. Sportdirektor Paolo Bravo konnte die Wunschspieler für die Mittelfeldzentrale (noch) nicht zum FC Südtirol lotsen. Ob die Unzufriedenheit über das Agieren auf dem Transfermarkt der Auslöser für den Zauli-Rücktritt war? Eher unwahrscheinlich. Immerhin ist das Wechselfenster noch bis Ende August geöffnet. Da ist Geduld gefordert – auch weil der FCS nicht mit dem großen Geldkoffer winken kann.

Möglicherweise haben die schwachen Leistungen in der Vorbereitung bei Zauli eine gewisse Resignation ausgelöst. Sah sich der Trainer nicht darüber hinaus, den Verein in die historische erste Serie-B-Saison zu führen? Auch das ist pure Spekulation, denn Zauli wird vor seinem Wechsel zum FC Südtirol gewusst haben, dass ihn eine schwierige Aufgabe erwartet und worauf er sich einlässt. Zumal das ein Schlag ins Gesicht für Bravo wäre, der sich explizit für Zauli als neuen FCS-Trainer eingesetzt hat. Zauli war seine erste Wahl und ein fataler Fehler, wenn das wirklich der Grund für den Rücktritt wäre. Dann müsste sich auch Bravo mehr als nur hinterfragen. Dasselbe würde dann gelten, wenn Zauli den Verein nicht freiwillig verlassen hätte. Das Pokal-Aus gegen Feralpisalò (1:3) war bitter, dürfte aber kaum der Auslöser für eine mögliche Entlassung gewesen sein.

Leandro Greco wird wohl als Interimstrainer fungieren.

So oder so – der FC Südtirol steckt wenige Tage vor dem Meisterschaftsstart in der Krise. Sportlich hakt es an allen Ecken und Enden, jetzt steht man ohne Trainer da. Als Interimslösung wird Ex-Spieler Leandro Greco fungieren. Der Co-Trainer kam nicht gemeinsam mit Zauli nach Südtirol, sondern ist eine Wahl des Vereins. Auf Greco hält man in Rungg große Stücke, doch eine Dauerlösung kann er – schon alleine aufgrund der fehlenden Trainerlizenz – nicht sein. Jetzt liegt es am FC Südtirol etwas Licht in das Dunkel zu bringen.

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