
Der FC Südtirol lief im November zuhause gegen Carrarese in den Jubiläumstrikots auf. © DLife/Luca Ognibene
RÜCKBLICK | So schwer war die FCS-Saison
Der FC Südtirol hat nach dem bitteren Remis gegen Juve Stabia am Freitagabend erstmals in seiner Vereinsgeschichte den direkten Klassenerhalt in der Serie B verpasst. Für den FCS war es ein Grunddurchgang mit zwei großen Krisen. Hier blicken wir kurz in chronologischer Reihenfolge zurück.
10. Mai 2026
Von: dl
Sommer 2025: Der FC Südtirol vertraut weiter auf die Dienste von Fabrizio Castori, der im Vorjahr während der Saison übernommen hatte und den Verein zum Klassenerhalt führte. Im Sommer wurde wie üblich im Ridnauntal trainiert. Der Kader wurde weitestgehend zusammengehalten, nur Abwehrmann Andrea Giorgini wurde an Juve Stabia verkauft. Dafür kam mit Filipe Bordon ein Innenverteidiger-Talent aus der Lazio-Jugend. Zudem wurde Stürmer Emanuele Pecorino zurückgeholt. Matteo Rover wurde hingegen von Castori nicht mehr gebraucht.
Starker Saisonstart: Mit vier Punkten aus zwei Spielen – darunter einem Heimsieg gegen Sampdoria – ist der FCS gut aus den Startlöchern gekommen. Ende September hat der FC Südtirol dann nach fünf Spielen acht Punkte auf dem Konto. Zu Saisonbeginn glänzt vor allem Silvio Merkaj. Die Castori-Truppe wirkt gefestigt und jederzeit für eine Überraschung bereit!!
Vorbereiter und Vollstrecker: Salvatore Molina und Silvio Merkaj verstanden sich die ganze Saison über gut. © DLife
Die Mega-Krise: Am 1. Oktober verpasst der FCS in Pescara in der letzten Minute (90.+5) den ersten Auswärtssieg der Saison. Anschließend schlittern Raphael Kofler & Co. in eine sportliche Krise – auch personell bedingt. Zwischenzeitlich gehen den Weiß-Roten die Verteidiger aus. War die Vorbereitung zu hart? Fakt ist: Ganze drei Monate lang – sprich bis zum Ende des Jahres 2025 – bleibt der FC Südtirol sieglos. Nach 13(!) Spielen ohne Dreier rutscht der FCS in die Playoutzone, wobei die letzten fünf Teams gar nur drei Punkte trennen.
Der fulminante Jahresbeginn: Mit einem 2:1-Heimsieg gegen Spezia, bei dem Kofler den Siegtreffer erzielt, hat der FCS im ersten Spiel des Jahres 2026 die Sieglos-Serie beendet. Ende Jänner feiert der FC Südtirol gegen Catanzaro dann gar den vierten Dreier in Serie, mit dem sich die Weiß-Roten ins Tabellenmittelfeld hochkatapultierten. Auch auf dem Transfermarkt hat man sich im Winter verstärkt – unter anderem mit drei ehemaligen Serie-A-Akteuren wie Stürmer Simone Verdi.
Fehlte zu Saisonende an allen Ecken und Enden: Raphael Kofler, hier bei einem seiner drei Saisontore. © FC Südtirol
Jetzt ist das Ding durch? Auch im Monat Februar zeigte der FC Südtirol seine Leistung und holt unter anderem gegen Top-Teams wie Monza und Venezia jeweils ein Remis. Spätestens nach dem 4:0-Auswärtssieg Anfang März gegen Reggiana sind sich alle Experten sicher: Der FCS muss heuer nicht mehr bangen. Im Gegenteil: Daniele Casiraghi & Co. klopfen an der Tür zu den Playoffs. Einziger Wermutstropfen ist die schwere Verletzung von Torhüter Alessio Cragno, der bei seinen beiden Einsätzen überzeugt.
Die zweite große Krise: Nur drei Tage später verliert der FC Südtirol trotz Überlegenheit zuhause gegen Virtus Entella unglücklich mit 0:1. Anschließend schlittert der FCS in die nächste große Krise. Dieses Mal folgt eine Sieglos-Serie von über zwei Monaten und zehn Spiele ohne Dreier in Folge. Vor allem die beiden Schlappen in La Spezia (1:6) und zuhause gegen Mantova (0:3) Ende April stechen heraus. In der Abwehr fehlt Kofler an allen Ecken und Enden. Das Remis gegen Juve Stabia brachte das Fass zum Überlaufen, sodass der FCS ins Playout gegen Bari muss.
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