
James Rodriguez zieht es nach Italien. © AFP / CHRISTOF STACHE
Spektakulär: James Rodriguez vor Wechsel in die Serie B
James Rodriguez spielte einst für die besten Vereine der Welt. Nun zieht es den Mittelfeldspieler aus Kolumbien in die italienische Serie B, wo er auf den FC Südtirol treffen kann.
08. September 2026
Von: dl
Läuft James Rodriguez künftig im Bozner Drusus-Stadion auf? Das ist seit Dienstag sehr wahrscheinlich. Der 35-Jährige steht kurz vor einem Wechsel zum Serie-B-Klub US Avellino. Der Verein aus dem 50.000-Einwohner-Ort in Kampanien arbeitet seit einem Monat an der Unterschrift des momentan vertragslosen Rodriguez und soll nun den Durchbruch geschafft haben. Das berichten die italienischen Medien übereinstimmend.
Rodriguez, der im Sommer bei der WM noch Kapitän von Kolumbien war und es auf 131 Länderspiele (31 Tore) für sein Heimatland bringt, soll zunächst noch gezögert haben, um sich auch andere Angebote anzuhören. Bereits in den vergangenen Wochen wurden Rodriguez Videos geschickt. Damit wollte man dem Spielmacher die große Fußballbegeisterung in Avellino vermitteln – eine Atmosphäre, die stark an den südamerikanischen Fußball erinnert.
James Rodriguez war einer der Stars der WM 2014. © APA/epa / PAOLO AGUILAR
Rodriguez möchte vor allem im Hinblick auf die Nationalmannschaft regelmäßig spielen. Kolumbien plant mit dem Idol der Fans für die Copa América. Bei Avellino trifft Rodriguez auf Trainer Alessandro Nesta, der als Spieler ebenfalls ein Weltstar war. Fakt ist: Ein Transfer von Rodríguez, der allein auf Instagram mehr als 50 Millionen Follower hat, bringt nicht nur sportliche Aspekte mit sich. Auch hinsichtlich des Images und des Marketings könnte er den süditalienischen Klub auf die nächste Stufe heben.
Ein steiler Auf- und Abstieg
Rodriguez war einer der großen Stars der WM 2014 in Brasilien und erzielte dort ein echtes Traumtor. Anschließend kaufte ihn Real Madrid für 75 Millionen Euro. Mit den Königlichen gewann er unter anderem zwei Mal die Champions League – auch, wenn ihm der endgültige Durchbruch nie gelang. Zwei Jahre lang wurde Rodriguez auch an Bayern München ausgeliehen und ließ seine Klasse immer wieder aufblitzen. Einzig an der Professionalität des Südamerikaners wurde immer gezweifelt.Im Vorjahr qualifizierten sich die „Lupi“ von Avellino für die Playoffs. © US Avellino
In den letzten sechs Jahren ist Rodriguez dann auf Klub-Ebene ordentlich herumgekommen. Über den FC Everton (England) ging es nach Al-Rayyan (Katar), Olympiakos (Griechenland), Sao Paulo (Brasilien), Rayo Vallecano (Spanien) und León (Mexiko) nach Minnesota (USA). Nun folgt also der Schritt nach Avellino, das in seinem zweiten Jahr nach dem Aufstieg mit sechs Punkten aus drei Spielen in die Serie B gestartet ist. Auf den FCS trifft James, wie er genannt wird, erst am 5. Dezember und am 6. Februar – dann in Bozen.
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