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Die FCS-Fans drohen am Samstag im Spitzenspiel gegen Reggina überstimmt zu werden. © DLife/LO

Volles Stadion dank Reggina-Fans? FCS öffnet 2. Gäste-Sektor

Der FC Südtirol trifft am Samstag (14 Uhr) im Serie-B-Spitzenspiel auf Reggina. Der Verein hofft auf ein ausverkauftes Drususstadion – und nimmt dafür auch in Kauf, dass sich die Partie wie ein Auswärtsspiel anfühlen könnte.

Rund 1500 Tickets sind für das Topspiel gegen Reggina noch zu haben. Die restlichen Karten sind weg. Mehr als ein Drittel der rund 3000 verkauften Eintrittskarten haben Reggina-Fans ergattert. Möglich ist das, weil der FC Südtirol einen zweiten Sektor für die Gäste-Fans öffnet und damit rund 1100 Karten den Süditalienern überlässt. Das ist nichts Neues und wurde heuer bereits so praktiziert, kommt aber nicht überall gut an.


Der FC Südtirol hat einen Zuschauerschnitt von etwas mehr als 4000 Fans. Das liegt auch daran, dass viele Auswärtsklubs einen vollen Gästesektor mitbringen. Beim letzten Heimspiel gegen Brescia war das nicht anders. Und ebenso wie zum Rückrundenstart, hat die Vereinsführung beschlossen, einen zweiten Sektor für die Gästefans zu öffnen – der normal zugewiesene Bereich war nach rund 30 (!) Minuten ausverkauft. Wie kann das sein, müssen die Reggina-Tifosi doch aus dem 1300 Kilometer entfernten Reggio Calabria anreisen? Der Grund ist, dass viele Kalabresen in Norditalien wohnen und sich Tickets für „ihren“ Block gekauft haben. Außerdem werden eine ganze Reihe von Reggina-Fanklubs aus Norditalien erwartet. Direkt aus Kalabrien werden nur ein paar hundert Fans anreisen.

Viele Auswärtsfans bringen Geld

Der FCS darf sich die Hände reiben. Rund 20 Euro kostet ein Ticket für den Gästeblock. Damit ein ausverkauftes Stadion zu Stande kommt, nimmt der Verein auch in Kauf, dass die Stimmung einem Auswärtsspiel ähnelt. So haben die Brescia-Fans das Drususstadion in einen stimmungsvollen Fußballtempel verwandelt, genauso jene von Ternana oder Modena (bei diesem Match wurde erstmals der „zweite“ Gäste-Sektor geöffnet). Doch kann der FCS überhaupt etwas dagegen tun? Das Problem für den Verein ist, dass im Onlineverkauf nicht verhindert werden kann, dass Auswärtsfans Karten für den Heimbereich kaufen. Damit die Reggina-Tifosi nicht über das komplette Drususstadion verteilt sind, reserviert der FCS einen zweiten Sektor (4B) auf der Canazza-Tribüne für die Kalabresen.

Einen vollen Auswärtsblock im Drususstadion gegen Südteams gab es in der laufenden Saison schon – u.a. gegen Cosenza. © DLife/Multari

Doch was wäre ein Lösung dieser Causa? In Zukunft wären im Drususstadion weitere Tribünen möglich. So könnte der Verein Stahlrohrtribünen hinter den beiden Toren aufstellen. Vor der Saison ließ der FCS verlauten, dass man sich erstmal ein Bild vom Zuschauerzustrom machen möchte. Das wird bis zum Saisonende so gemacht, über den Sommer dann evaluiert. Möglicherweise würde man dann – falls notwendig – handeln und hinter den Tore neue Tribünen errichten. So oder so, schon jetzt fiebern viele Fußballfans dem Serie-B-Spitzenspiel zwischen dem Zweiten Reggina und dem fünftplatzierten FC Südtirol entgegen.

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