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Moreno Longo ist einer der Kandidaten beim FC Südtirol auf die Nachfolge von Lamberto Zauli. © ANSA / MATTEO BAZZI

Zauli-Nachfolge beim FCS: Das sind die Kandidaten

Keine Woche vor dem Saisonstart in die Serie B hat der FC Südtirol am Dienstag seinen Trainer gefeuert. Die Suche nach dem Nachfolger läuft auf Hochtouren. SportNews stellt die – Stand jetzt – aussichtsreichsten Kandidaten vor.

So überraschend die Nachricht für Fans und Journalisten kam, muss sich Sportdirektor Paolo Bravo seiner Sache sehr sicher gewesen sein. Fünf Tage vor dem Meisterschaftsstart entlässt man einen Trainer nicht einfach so. Bravo hat die Alternativen längst in der Hinterhand und muss in den finalen Gesprächen jetzt den perfekten FCS-Trainer herausfiltern. Einen neuerlichen Fehlgriff kann sich der Sportchef nicht leisten. Die Luft ist für den Mann aus Rimini nach der Blamage mit Zauli sowieso schon dünn genug.


Auf der Liste für die Zauli-Nachfolge stehen Pierpaolo Bisoli, Michele Marcolini, Francesco Modesto und Moreno Longo. Wer sind die vier Kandidaten, die aktuell allesamt vereinslos sind?

Pierpaolo Bisoli
Der 55-Jährige aus der Emilia-Romagna ist ein Experte für die Serie B und ein sehr erfahrener und hochdekorierter Trainer. 259-mal saß Bisoli in der zweithöchsten italienischen Liga auf der Trainerbank, dazu kommen 4 Playoff- und 2 Playout-Spiele. Mit Padova hat er 2018 die Serie C gewonnen. Zudem war er bei Cagliari (2010/11), Bologna (2011/12) und Cesena (2014/15/er gewann im Jahr zuvor das Playoff-Finale der Serie B) in der Serie A engagiert, wurde aber jeweils vorzeitig entlassen. Bisoli ist ein erfahrener Mann, im Vorjahr konnte er Cosenza als Feuerwehrmann über die Playouts in der Serie B halten. Er soll der Favorit auf die Zauli-Nachfolge in Südtirol sein. Aber: Bisoli hat seinen Preis. Schon nach dem Abschied von Ivan Javorcic war er ein Kandidat – damals war er dem FCS zu teuer.
Michele Marcolini
Deutlich weniger Serie-B-Erfahrung bringt Michele Marcolini (46) mit. Der Ligurier war bis dato nur mit Chievo (2019/20/nach 26 Spielen entlassen) in der 2. Liga unterwegs. Mit Alessandria gewann er 2018 den Serie-C-Pokal, scheiterte aber am angepeilten Aufstieg in die Serie B. Genauso wie Zauli kennt Sportdirektor Bravo den Trainer bestens: 2016/17 arbeiteten Bravo und Marcolini gemeinsam bei Santarcangelo in der Serie C. Er könnte ein Kandidat sein, falls man Leandro Greco mehr in die Verantwortung schieben möchte. Vom FCS-Co-Trainer ist man in Rungg extrem überzeugt. Eine große Trainerzukunft wird ihm vorausgesagt.
Francesco Modesto
Als Profifußballer spielte Modesto (40) unter Gianpiero Gasperini bei Genoa. Den Stil des jetzigen Atalanta-Trainers hat sich der Süditaliener angeeignet. Modesto bevorzugt eine Dreierkette (auch Bisoli und Marcolini sind dieser Abwehrformation nicht abgeneigt) und einen körperbetonten, intensiven Fußball. Als Trainer war er mit Underdog Rende in der Serie C sehr erfolgreich und erreichte mit dem Abstiegskandidaten die Playoffs. Es folgten Engagements bei Cesena und Pro Vercelli. Im Vorjahr war mit seinem Heimatverein Crotone in der Serie B, wurde aber auf Rang 19 liegend nach 31 Spielen entlassen. Er ist der Außenseiter unter den Kandidaten.
Moreno Longo
122-mal saß der 46-Jährige aus Turin auf einer Serie-B-Trainerbank. Longo, der sehr lange bei Torino in der Jugend gearbeitet hatte, gilt als Verfechter des 3-5-2-Systems. Mit Frosinone schrieb er 2018 ein Fußballmärchen, als er den Verein in die Serie A führte. Dort wurde er entlassen. Ein Jahr später heuerte er als Nachfolger von Walter Mazzarri bei Torino an. Danach wechselte Longo zu Alessandria, das er von der Serie C in die Serie B führte (2021). Im Vorjahr stiegen die Piemonteser unter seiner Führung wieder ab. Longo gilt als Trainer, der bei seinen Klubs stets gute Aufbauarbeit leistet und auch unter schwierigen Bedingungen abliefern kann. Ob er finanziell in das Beuteschema der Weißroten passt, ist eine andere Frage.

Schlagwörter: Fussball Serie B FC Südtirol

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