a Serie D

19 Mal jubelte Lorenzo Melchiori in den letzten beiden Jahren für Breno in der Serie D – dabei ist er gar kein Stürmer.

Der Südtiroler Serie-D-Überflieger, der hierzulande (fast) vergessen ist

Bei der aktuellen Flut an Südtiroler Jungprofis im Fußball-Business sind die Leistungen von Lorenzo Melchiori fast ein wenig untergegangen. Dabei ist der 26-Jährige aus Bozen seit Jahren eine herausragende Figur in der Serie D. Den Profitraum hat er nicht aufgegeben.

Mit Ausnahme von zwei Jahren hat Lorenzo Melchiori in den letzten sieben Saisonen immer in der Serie D gespielt. 2015/16 war er mit dem FC Südtirol in der Serie C unterwegs (2 Einsätze) und 2018/19 gewann er mit Breno die Oberliga in der Lombardei. Ansonsten war der Bozner immer Stammkraft in Italiens 4. Liga. Dabei hat der Mittelfeldspieler eindrucksvolle Zahlen gesammelt. 27 Tore gelangen ihm in 137 Serie-D-Einsätze, satte 19 davon in den letzten beiden Jahren. Reicht das, um Fußballprofi zu werden?


„Ich hoffe“, sagt Melchiori und ergänzt: „Den Traum vom Profifußball habe ich, seitdem ich Fußball spiele. Aufgegeben habe ich ihn nie. Im Sommer gab es Gerüchte um einen Wechsel in die Serie C, erhärtet haben sie sich nicht. Stattdessen ging Melchiori von Breno zu Crema, einen Traditionsverein. Der Südtiroler lebt in der 35.000-Einwohnerstadt in der Lombardei, spielt dort Fußball und beendet nebenher sein Sportstudium. „Es ist alles sehr professionell. Wir trainieren fünf Mal in der Woche, am Mittwoch immer in der Früh und nachmittags. Wir leben fast wie Profis. Das war ein ausschlaggebender Grund für den Wechsel“, so Melchiori. Die 1908 gegründete AC Crema will in der Serie D eine wichtige Rolle spielen. Der Aufstieg wird nicht ausgeschlossen.

Mit Traditionsverein Crema peilt Melchiori (l.) ein Topresultat an. Dafür hat er den Verein gewechselt.

Begonnen hat die Karriere von Lorenzo Melchiori bei seinem Heimatverein Oberau und Virtus Don Bosco. Mit elf Jahren ging es zum FC Südtirol, wo er am 7. November 2015 in der Serie C debütierte. Melchiori ist ein kompletter Mittelfeldspieler, der sich auf der Acht am wohlsten fühlt: „Ich mag es, wenn ich mich nach vorne einschalten kann.“
„Ich will gut spielen, Tore schießen und Vorlagen machen. Im Fußball kommt es auch auf Nummern an.“ Lorenzo Melchiori über seine persönlichen Saisonziele

Nach Bozen kehrt immer gerne zurück. Denn Sommer verbringt Melchiori in Südtirol: „Meine Familie lebt hier, meine Freunde auch. Außerdem ist der Hund dort“, schmunzelt er. Zum FCS hat er keinen Kontakt mehr. Den Werdegang seines ehemaligen Vereins verfolgt er dennoch ganz genau: „Sicherlich interessiert es mich, was beim FC Südtirol passiert. In der Serie B ist es sehr schwer. Ich hoffe, dass die aktuellen Probleme schnell überwunden werden.“

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