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Tizian Stecher wird von Virtus-Verteidiger Daniele Bellesso verfolgt. © P. Schwienbacher

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Tizian Stecher wird von Virtus-Verteidiger Daniele Bellesso verfolgt. © P. Schwienbacher

Loncini, Kaptina, Toccoli & Co: Alle Stimmen zum Derby

Für Alex Loncini war das Südtiroler Serie-D-Derby zwischen Virtus Bozen und Obermais (0:0) ein echtes Heimspiel – und das, obwohl seine Meraner auswärts antreten mussten. Doch zum einen verwandelten hunderte FCO-Fans die Internorm Arena in eine Heimspiel-Atmosphäre für die Blau-Weißen, zum anderen stammt Loncini aus Bozen.

„Auch wenn wir in Bozen gespielt haben, war es wie ein Heimspiel“, freute sich Alex Loncini nach dem Schlusspfiff. „Wir haben supertolle Fans, denen wir einfach nur dankbar sein müssen. Sie unterstützen uns immer und überall.“


Der 21-jährige Allrounder, der aus der FCS-Jugend stammt und im zweiten Jahr bei Obermais ist, nahm auch zum Spielverlauf Stellung: „Wir waren in der ersten Hälfte aggressiv und gut im Spiel. Nach der Roten Karte haben wir kaum noch Räume gefunden. Das ist sicherlich Kopfsache, aber da müssen wir besser werden.“ Tatsächlich fanden die Obermaiser gegen gut organisierte Bozner kein Mittel. Und das, obwohl Matteo Timpone noch vor der Pause aufgrund einer Tätlichkeit den Platz verlassen musste.

Kaptina trauert Chance nach

„Es war das erwartet schwere Spiel. Wir wollten ihnen über unsere Flügel weh tun. Nach der Roten Karte hätten wir offensiv mehr tun müssen, aber immerhin haben wir defensiv unsere Kompaktheit gehalten. Es fehlt im Moment irgendetwas, aber wir werden das auch noch hinbekommen“, so Loncini.
Alex Loncini (2.v.r.) hat gegen Tormann Jakob Tschöll das Nachsehen.

Alex Loncini (2.v.r.) hat gegen Tormann Jakob Tschöll das Nachsehen.


Elis Kaptina, der Virtus-Bozen-Trainer, sieht es ähnlich: „Man hat nicht gemerkt, dass wir einen Mann weniger waren. Das Resultat mag richtig sein, aber wir spielen immer, um zu gewinnen.“ Kaptina trauerte der vergebenen Großchance nach, als Francesco Del Bello für Obermais auf der Linie rettete: „Den habe ich schon drin gesehen.“ Zur Roten Karte gegen seinen Spieler Timpone konnte der Virtus-Coach hingegen nicht viel sagen: „Ich habe es nicht genau gesehen. Der Schiedsrichter meinte, es sei ein Reaktionsfoul gewesen. Falls dem so ist, dann ist die Rote Karte auch gerechtfertigt.“

Christian Platzer, der sportliche Leiter der Obermaiser, sprach ebenfalls von einem gerechten Unentschieden: „Es war ein ausgeglichenes Spiel vor einer großen Zuschauerkulisse. Was für uns erwähnenswert ist, ist, dass deutlich mehr Zuschauer von unserer Seite anwesend waren. Wir waren im Elf gegen Elf besser als nach der Roten Karte. Virtus hat sich den Punkt deshalb jedenfalls verdient.“

Auch Obermais-Coach Flavio Toccoli war dieser Meinung: „In Gleichzahl waren wir besser, danach haben wir es nicht gut gemacht. Es hat die Überzeugung, die Qualität und auch etwas die Mentalität gefehlt. Mir ist vorgekommen, dass ein paar Spieler nervös geworden sind. Eigentlich ist es verrückt, weil wir einen Mann mehr waren. Am Ende hat es dann eben nur zu einem Punkt gereicht.“

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