
Raphael Unterhurner (l.) ist einer von den Obermaiser Jungspunden, die ihre Serie-D-Chance nutzen.
Serie D statt 1. Amateurliga: Der steile Aufstieg von Unterthurner
Mit seinem Siegtor gegen Bassano hat Raphael Unterthurner dem FC Obermais die nächsten drei Heimpunkte beschert. Für den 19-jährigen Offensivspieler war es das erste Tor in der Serie D.
18. Februar 2026
Von: cst
Der Aufstieg von Raphael Unterthurner ist bemerkenswert. Vor einem Jahr kämpfte er mit seinem Heimatverein Riffian Kuens um den Klassenerhalt in der Landesliga – und stieg am Ende in die 1. Amateurliga ab. Doch anstatt eine Stufe nach unten, ging es für den wieselflinken Angreifer zwei Ligen nach oben. Obermais machte Unterthurner ein Angebot, die Serie D wollte sich der Riffianer nicht entgehen lassen.
Im Oktober gab Unterthurner auswärts bei Bassano sein Debüt in Italiens 4. Liga. Jetzt hat sich für ihn ein Kreis geschlossen. Am Sonntag erzielte Unterthurner zu Hause gegen Bassano sein erstes Tor für den FCO – und das trotz Unterzahl seiner Mannschaft. Für Obermais war es der dritte Heimsieg in Folge. Der Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz ist auf fünf Punkte angewachsen.
Zehn Einsätze stehen für den Stürmer bisher zu Buche.
„Ich habe mich zuerst gar nicht ausgekannt, dass der Ball drinnen war“, schildert Unterthurner den Moment seines Siegtreffers. „Wie ich es dann realisiert habe, bin ich sofort zu unseren Fans um zu jubeln.“ Jene Fans waren am Sonntag übrigens ganz besonders heiß, immerhin brachte Bassano rund 50 Ultras mit auf die Lahn. Dass die Venetier Anhänger dem rechten Lager zuzuordnen sind, ist in der Fanszene kein Geheimnis – und so machten die Bassano-Ultras in Obermais auch keinen Hehl daraus.Toccoli lobt die FCO-Youngsters
Unterthurner, dessen Schwester übrigens für die Frauenmannschaft von Riffian Kuens spielt, freute die feurige Atmosphäre auf der Lahn: „Zu Hause, vor unseren tollen Fans mein erstes Tor zu schießen, war richtig bärig.“ Lob bekam der Jungspung von seinem Trainer Flavio Toccoli: „Unsere Jungen leisten einen wichtigen Beitrag. Spieler wie Unterthurner, Larcher oder Stecher haben wir im Sommer geholt, weil wir an sie glauben. Daran hat sich nichts geändert. In unserer Mannschaft ist jeder Spieler gleich wichtig. Das hat man am Sonntag auch gesehen.“Profil bearbeiten
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