
Die Lahn ist bei den Heimspielen immer gut gefüllt. © FC Obermais
Warum zieht die Serie D in Obermais so gut?
Der FC Obermais mischt vier Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs voll um den Klassenerhalt in der Serie D mit. Nebenbei hat das Südtiroler Publikum die neue Liga gut angenommen. Aber woran liegt das? Wir haben mit einem der Verantwortlichen, Michael Höller, gesprochen.
04. April 2026
Von: dl
Das beste Beispiel war das Heimspiel am Gründonnerstag gegen Luparense (1:1) , wo wieder 800 Zuschauer auf die Obermaiser Lahn pilgerten – und zwar an einem normalen Werktag am Nachmittag. „So einen Zuschauerschnitt wie heuer hatten wir bei Weitem noch nie. Im Vergleich zu Oberliga-Zeiten sind es mehr als das Doppelte“, erklärte Höller gegenüber SportNews.
Laut der FCO-Legende hat dies mehrere Faktoren: Es braucht in Südtirol unbedingt eine Zwischenliga zwischen der Oberliga und der Serie B – sprich dem FC Südtirol. Dieser Sprung ist für die Südtiroler Spieler nämlich zu groß. Beim FC Obermais sehen die Fans jede Woche viele heimische Akteure – vor allem auch junge. Das beste Beispiel sind Samuel Villgrattner, Tizian Stecher, Raphael Unterthurner und Simon Larcher, die heuer einen gewaltigen Sprung machten.
Junge Südtiroler Talente wie etwa Simon Larcher (er kam von Ritten aus der 2. Amateurliga) bekommen viel Spielzeit.
Alle vier kamen aus unteren Ligen: „Das zeigt, dass in Südtirols Amateurvereinen gut gearbeitet wird. Einige junge Südtiroler Spieler werden auch beim FCS gut ausgebildet. Auch davon profitieren wir“, gab Höller zu. Deshalb wäre es für den Südtiroler Fußball auch wichtig, dass Obermais den Klassenerhalt in der Serie D schafft und es dort auch künftig einen Verein mit einer gewissen Strahlkraft gibt, der jungen heimischen Spielern eine Chance gibt.
Die Chancen auf den Klassenerhalt
Momentan liegen die Meraner auf einem Playout-Platz. Der direkte Klassenerhalt ist sechs Punkte weg und nahezu unmöglich noch zu erreichen. Gleichzeitig muss Obermais aber aufpassen, dass der Rückstand auf den ersten Playout-Rang nicht mehr als sieben Punkte beträgt. Ansonsten steigt auch der Drittletzte der Serie D direkt in die Oberliga ab.Die „Curva Sud“ sorgt für eine passende Serie-D-Kulisse. © FC Obermais
Die Südtiroler möchten auf alle Fälle noch Platz 13 oder 14 erreichen. Denn dann hätte der FC Obermais in einem möglichen Playout das Heimrecht auf seiner Seite. Zum erfolgreichen Klassenerhalt werden die Blau-Weißen also wohl noch fünf Spiele absolvieren müssen. „Wir möchten unbedingt bleiben, weil wir auch gesehen haben, wie gut die Serie D ankommt und gewünscht ist“, so Höller abschließend.
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