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Joachim Degasperi Der Bozner hat 275 Spiele für Cittadella bestritten... ...und dabei 37 Treffer erzielt.

Joachim Degasperi: „Ich habe das Fußballer-Leben zu schätzen gelernt“

Vor kurzem feierte Joachim Degasperi in der Serie B den Klassenerhalt mit Cittadella. Der 29-jährige Bozner hat bereits elf Spielzeiten beim Provinzklub aus dem Veneto bestritten, wo er inzwischen als Aushängeschild und Publikumsliebling einen besonderen Stellenwert einnimmt - obwohl er sportlich längst nicht immer erste Wahl ist. Mit SportNews spricht Degasperi über…

die elf Jahre in Cittadella: „Diese Zeit hat mich enorm geprägt. Ich habe viele Höhen und Tiefen durchgemacht und mich dabei persönlich weiterentwickelt. Das Vereinsumfeld, die Stadt, meine vielen Bekanntschaften in Cittadella möchte ich nicht missen.“

einen Vereinswechsel: „Mein Vertrag mit Cittadella läuft am 30. Juni aus. Ein Vereinswechsel ist allerdings die letzte Option, obwohl ich zuletzt nicht regelmäßig eingesetzt wurde. In Kürze werden wir über eine Vertragsverlängerung sprechen. Ich will in Cittadella bleiben und habe dies auch gegenüber der Vereinsführung offen bekundet. Ichmöchte auch in Zukunft dazu beitragen, dass „Citta“ ein fester Bestandteil der Serie B bleibt.“

die Rolle als Identifikationsfigur: „Ich habe einen sehr guten Draht zu unseren Anhängern, das stimmt. In den vergangenen Jahren habe ich enge Freundschaften mit Leuten aus der aktiven Fanszene geschlossen, deshalb fungiere ich inzwischen auch als Bindeglied zwischen Fans und Mannschaft. Die Personen im Vereinsumfeld schätzen es, dass man seit Jahren alles für den Klub gibt. “

den Vorwurf ein „ewiges Talent“ zu bleiben: „Mit dieser Aussage wurde ich bereits mehrfach konfrontiert. Ich muss eingestehen, dass es für meine Karriere von Vorteil gewesen wäre, wenn ich Cittadella bereits vor Jahren verlassen und den Sprung zu einem ambitionierten Verein gewagt hätte. Doch ich blase deshalb nicht Trübsal, im Gegenteil: Das ruhige Umfeld in Cittadella passt zu meiner Person. Hier fühle ich mich wohl, hier kann ich mich entfalten.“

den FC Südtirol: „Meinen ehemaligen Verein verfolge ich nur aus der Ferne. Seit meiner Zeit beim FCS sind viele Jahre vergangenen und der Kontakt ist weitgehend abgebrochen. Ich hoffe, dassder FC Südtirolauch nächste Saison in der 1. Division spielt, ansonsten muss der Verein alles von neuem aufbauen – und dies kann Jahre dauern.“

Heimweh: „Wenn ich im Sommer in Bozen bin, denke ichmir immer wieder, wie schön es doch wäre hier zu leben.Das ist wohl ein Ansatz von Heimweh. Das selbe gilt allerdings auch für Cittadella, während der Saison fühle ich mich dort puddelwohl. Inzwischen bezeichne ich sowohl Bozen, als auch Cittadella als meine Heimat.“

Familienplanung: „Ich liebe Kinder und würde deshalb gerne eine Familie gründen. Leider bin ich aber seit rund einem Jahr Single. Ich halte allerdings eifrig Ausschau nach der Richtigen.“ (lacht)

das Leben als Fußballer: „Ich habe den tollsten Beruf den man sich vorstellen kann. Wir müssen keine Schwerstarbeit verrichten und auch nicht acht Stunden hinter einem Schreibtisch sitzen. Ich habe dies zu schätzen gelernt. Habe ich mich früher aufund abseits des Rasenshäufig wie ein Kind benommen, so wage ich zu behaupten, dass ich in den vergangenen Jahren sehr gereift bin und mich weiterentwickelt habe. Mit 29 Jahren versuche ich das Fußballer-Leben in vollen Zügen zu genießen – ohne allerdings die sportlichen Ziele außer Acht zu lassen.“


Autor: sportnews

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