
VAR-Entscheidungen sollen schneller getroffen werden. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV
„Keine Playstation-Entscheidungen“: UEFA denkt bei VAR um
In dieser Saison soll es weniger, einheitlichere und schnellere Videobeweis-Entscheidungen in den europäischen Fußball-Ligen geben.
11. August 2026
Von: dpa/sn
So soll die Überprüfung einer Spielszene durch den VAR künftig nicht länger als 60 bis 90 Sekunden dauern, teilte UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti in einer digitalen Runde vor Medienvertretern mit. Es gehe um „klare und offensichtliche Fehlentscheidungen, nichts anderes“, sagte der 58-Jährige laut Kicker.
Zudem soll es bei möglichen Roten Karten wieder mehr um den Kontext des Zweikampfs gehen und nicht allein um das sogenannte Trefferbild. Standbilder würden zwar weiter gezeigt, danach aber auch der Gesamtablauf der Szene in Echtzeit. „Wir treffen keine Playstation-Entscheidungen“, sagte Rosetti. „Der Fußballkontext ist wichtig.“
Rosetti will couragierte Schiedsrichter
Der frühere italienische Spitzenschiedsrichter forderte die Unparteiischen dazu auf, Standbilder nicht überzugewichten und im Zweifel bei den auf dem Platz getroffenen Entscheidungen zu bleiben. „Wir sind froh über jeden Schiedsrichter, der die Courage besitzt, das zu tun. Wir wollen starke Entscheider mit Persönlichkeit auf dem Platz, das bleibt das A und O.“Die neuen Leitlinien hatten zunächst die Schiedsrichterchefs aus Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien erarbeitet. Danach wurden sie unter allen 55 UEFA-Mitgliedern abgestimmt.
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