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Lucena Gonzales, hier noch im Trikot vom AC Trient (Foto AC Trento)

Lucena Gonzales: Das ist St. Georgens neuer Tiki-Taka-Spieler

Wenn über den Trainingsplatz von Oberliga-Spitzenreiter St. Georgen zurzeit nicht nur der kühle Pusterer Herbstwind pfeift, sondern auch eine warme spanische Brise mitweht, ja dann dürfte das wohl Juan Jesus Lucena Gonzales geschuldet sein. Doch wer genau ist dieser spanische Mittelfeldspieler, der von den „Jergina“ am Samstag offiziell unter Vertrag genommen wurde?

„Technisch stark, diktiert gerne den Rhythmus und kann vor der Verteidigung das Spiel gestalten und lenken“ – mit diesen Worten stellt St. Georgens Präsident Georg Brugger gegenüber SportNews seinen neuesten Transfercoup vor. Seit letzten Donnerstag trainiert Lucena Gonzales mit den „Jergina“, spielberechtigt wird er wohl erst am nächsten Wochenende sein. „Für Martin Ritsch ist die Saison nach einem Kreuzbandriss gelaufen, zudem ist Alex Ziviani nie richtig fit – das sind meiner Meinung nach zwei der besten Mittelfeldspieler der Liga, die ausfallen. Auf längere Sicht haben uns in der Zentrale die Alternativen gefehlt. Als sich die Gelegenheit ‚Gonzales‘ ergab, haben wir nicht lange gefackelt und zugeschlagen.“


Über Facebook zu St. Georgen

Gelegenheit ist dabei das richtige Wort. Nachdem der 30-Jährige aus Córdoba in den letzten sechs Jahren entweder bei Levico oder Trient die Fäden gezogen hat, verschlug es ihn im Sommer wieder in seine spanische Heimat. Also zurück in jenes Land, in dem er zu Jugendzeiten schon bei Atletico Madrid unter anderem auch mit David De Gea (zurzeit Manchester United) oder Koke (Atletico Madrid) gekickt hat. Gonzales unterschrieb bei Arcos CF, einem Verein in der Tercera Division, gleichzusetzen mit der Serie D in Italien. Anfangs lief es noch gut, der Spanier absolvierte die ersten beiden Spiele. Dann warf der Trainer aber das Handtuch, sein Nachfolger kam mit einigen neuen Spielern im Gepäck – für Gonzales ein klares wie bitteres Zeichen vom Verein, dass er nicht mehr gebraucht wird.

„Einer unserer Spieler“, erklärt Georg Brugger, „hat den Werdegang von Gonzales etwas verfolgt und ist bei einem Facebook-Eintrag auf seine schwierige Situation aufmerksam geworden. Also haben wir die Gelegenheit am Schopfe gepackt und ihn kontaktiert. Nach einem Tag Bedenkzeit hat uns Gonzales zugesagt.“ Seit letzten Donnerstag wohnt der Mittelfeldspieler in Bruneck und trainiert mit der Mannschaft. „Er hat den Verein gekannt, die Spieler haben ihn gekannt – deshalb war die Begeisterung groß.“


Ein eindeutiges Zeichen?

Von außen erweckt die Verpflichtung eines Akteurs der Marke Lucena Gonzales, der neben seinen Engagements in Spanien, Trient und Levico auch für einen Monat in Schottland gespielt hat, einen klaren Eindruck: St. Georgen will den Titel. Angesprochen auf diese These antwortet Brugger wie folgt: „Wir können, müssen aber nicht. Klar, die Voraussetzungen sind gegeben, die Meisterschaft zu gewinnen. Deshalb wollen wir es auch probieren, mit aller Gewalt aufsteigen müssen wir aber nicht. Wenn es klappt, wäre das natürlich eine grandiose Sache. Einen Titel zu holen, das weiß ich aus vergangenen Tagen, ist nämlich ein unbeschreibliches Gefühl.“



SN/td


Autor: sportnews

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