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Manuel Fischnaller erzielte in dieser Saison sechs Tore für Reggina

Manuel Fischnaller: „Ich will in der Serie B bleiben“

Für den 22-jährigen Stürmer aus Signat ist vor kurzem eine turbulente Saison zu Ende gegangen. Mit Reggina Calcio ist er von der Serie B in die dritte Spielklasse abgestiegen. Ein absolutes Fiasko, angesichts der großen Tradition der „Granata“. Andererseits ist dem ehemaligen FCS-Akteur in diesem Jahr - mit 6 Toren in 34 Spielen - der definitive Durchbruch in der zweithöchsten Liga Italiens gelungen. Ein Wechselbad der Gefühle für Manuel Fischnaller. Obendrein steht der Südtiroler vor einer ungewissen Zukunft, wie er im Interview mit SportNews.bz verrät.


Manuel Fischnaller, welches Resümee ziehen Sie nach Ihrer zweiten Saison in der Serie B?

„Im Augenblick überschattet der Abstieg natürlich alles. Zumal ich immer noch davon überzeugt bin, dass wir uns deutlich unter Wert geschlagen haben. Zudem auch noch sieben Spieltage vor Schluss als Absteiger festzustehen, war äußerst bitter. Für den Verein, die Fans und die ganze Stadt tut es mir sehr leid. Dieses Abschneiden wird auch in meinen Karrierestatistiken stets als Negativpunkt aufscheinen.“


Dabei verlief bei Ihnen selbst vieles nach Wunsch…

„Das stimmt. Ich konnte sowohl meine Einsatzzeit, als auch meine Torausbeute deutlich erhöhen. Im Saisonfinale habe ich mir sogar einen festen Stammplatz erkämpft. Für mich persönlich könnte es am Ende eine ganz entscheidende Saison gewesen sein.“


Spielen Sie etwa auf einen Abschied an?

„Eines vorweg: Reggio Calabria ist eine bezaubernde Stadt, in der ich mich sehr wohl fühle. Auch das ganze Umfeld passt. Allerdings ist und bleibt es mein Ziel, in der Serie B zu spielen. Vielleicht käme ein Wechsel auch meiner Entwicklung zugute. Allerdings ist es noch verfrüht, über einen Abschied zu sprechen. Zumal der FC Südtirol immer noch die Hälfte meiner Transferrechte hält. Zunächst einmal müssen beide Vereine einen gemeinsamen Nenner finden.“


Am Samstag absolvieren Ihre ehemaligen Mitspieler das Final-Rückspiel in Vercelli. Welche Chancen räumen Sie ihnen ein?

„Ich habe das Hinspiel am vergangenen Sonntag gesehen. Die Niederlage war, meines Erachtens, völlig unverdient. Präsident Baumgartner hat ja von einem Wunder gesprochen, auf das der FCS nun angewiesen sei. Vielleicht kommt es am Samstag ja wirklich zu diesem Wunder. Ich traue es meinen ehemaligen Teamkollegen jedenfalls zu.“


Sollte sich diese Prognose tatsächlich bewahrheiten, hätten Sie einen potenziellen Arbeitgeber für die nächste Serie-B-Saison gefunden.

(Lacht) „Diesen Gedanken hatte ich in den vergangenen Tagen auch bereits. Ich habe ihn jedoch schnell wieder verworfen. Zunächst einmal muss der FCS seine ganze Konzentration auf das Rückspiel richten. Sollte es tatsächlich zum ‚Wunder von Vercelli‘ kommen, wird man weitersehen. Die Serie B mit meinem Heimatverein in Angriff zu nehmen, wäre natürlich ein großer Traum.“

Autor: sportnews