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Manuel Scavone geht in ein neues Abenteuer mit Parma (Fotos Facebook) Der Bozner will mit dem Traditionsklub in die Serie B

Manuel Scavone: „Ein Schritt zurück, um zwei vorwärts zu machen“

Der 29-jährige Bozner gehörte in den vergangenen Jahren zum Fixinventar von Serie-B-Klub Pro Vercelli. Trotz gültigem Vertrag und mehrerer Angebote von Klubs aus der zweithöchsten Liga hat er sich entschieden, künftig im Mittelfeld des Traditionsklubs Parma in der Lega Pro die Strippen zu ziehen – mit dem klaren Ziel, dass die dritte Liga nur eine kurze Zwischenstation wird. Wir haben ihn interviewt.



Manuel Scavone, wie fühlt es sich an, für einen so traditionsreichen Klub wieParma zu spielen?

Ich bin begeistert. Parma ist ein Traditionsklub sondergleichen – vor allem die Fans sind einzigartig. Im letzten Jahr hatte der Klub in der Serie D 10.000 Dauerkarten verkauft. Schon allein das zeigt, welchen Stellenwert der Vereinin Parma einnimmt.


Warum haben Sie sich entschieden, von der Serie B in die Lega Pro zu wechseln?

Ich hatte in Vercelli (Serie B, Anm. d. Red.) noch zwei Jahre Vertrag, zudem meldeten sich auch andere Klubs aus der zweithöchsten Liga bei mir. Als aber Parma an meine Tür klopfte, fühlte ich mich geehrt und brauchte nicht lange um zuzusagen – auch, weil ich weiß, dass der Verein aus der Emilia Romagna die Lega Pro nur als Zwischenstation nutzt. Parma will wieder in die Serie A – und das so schnell wie möglich. Da will ich meinen Teil dazu beitragen.


Ein Wechsel in eine niedere Liga scheint auf dem ersten Blick ein sportlicher Rückschritt zu sein...

Nein, ich bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Ich machte vielleicht einen Schritt zurück, um danach aber zwei vorwärts zu machen. Wie gesagt: Parma hat in der Lega Pro nicht viel verloren. Wir wollen heuer sofort aufsteigen.


Apropos Aufstieg: Bereits in der Saison 2013/14 haben Sie mit Pro Vercelli den Aufstieg von der dritten in die zweite Liga geschafft. Was wird wichtig sein, um dieses Kunststück auch mit Parma zu vollbringen?

Die Lega Pro ist sicher keine einfache Meisterschaft, viele Teams haben sich mit namhaften Spielern verstärkt. Man braucht auf jeden Fall Geduld und darf besonders in den schwierigen Phasen nicht in Hysterie verfallen. Verinnerlicht eine Mannschaft diese Eigenschaften und zieht vom ersten bis zum letzten Spieltag an einem Stramm, kann es klappen.


Mit Parma werden Sie auch auf den FC Südtirol treffen…

Das werden sicher zwei besondere Duelle. Beim FC Südtirol bin ich aufgewachsen, ich habe dem Verein so viel zu verdanken. Trotzdem werde ich mein Fan-Dasein als FCSlerfür diese beiden Spiele außer Kraft setzen müssen.


Zur Person – MANUEL SCAVONE

Manuel Scavone wurde 1987 in Bozen geboren und reifte in den Reihen des FC Südtirol zum Ausnahmefußballer heran, der nach seinem Vereinswechsel im Sommer 2011 bei Novara, Bari und Pro Vercelli insgesamt 144 Serie-B- und 27 Lega-Pro-Einsätze gesammelt hat. Besonders in der vergangenen Spielzeit präsentierte sich Scavone im Trikot Vercelliso stark wie noch nie, stand bei 37 Spielen in der zweithöchsten Liga auf dem Feld, erzielte dabei fünf Tore (so viele wie noch nie in einer Saison) und führte das Team zwischenzeitlich sogar als Kapitän aufs Feld.
Mit Parma, das vor zwei Jahren noch in der Serie A spielte, aufgrund von wirtschaftlichen Problemen aber einen Neustart in der Serie D machen musste, will Scavone durchstarten.


Thomas Debelyak, SportNews


Autor: sportnews