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Die FCH-Fans haben Matteo Timpone längst ins Herz geschlossen (Foto: Facebook)

Matteo Timpone hat im Land des Weltmeisters Fuß gefasst

Neben Augsburg-Akteur Max Reinthaler hat sich ein weiterer Südtiroler in der abgelaufenen Saison in der deutschen Regionalliga behauptet. Die Rede ist vom ehemaligen FC-Südtirol-Talent Matteo Timpone, der sich beim FC 08 Homburg ins Rampenlicht gespielt hat.

Im Januar 2014 wagte Matteo Timpone einen tiefen Karriereschnitt. Nachdem er beim FC Südtirol und bei Serie-D-Klub Marano nur sporadisch zum Zuge kam, traf er eine ungewöhnliche Entscheidung und heuerte beim deutschen Viertligisten FC 08 Homburg an. Die Saarländer, die in den80er Jahren in der Bundesliga vertreten waren, hatten zwar ihre glorreiche Zeiten längstlängst hinter sich und der Glanz im 20.000 Zuschauer fassenden Waldstadion war bereits verblasst, doch für Timponesollte sich die Klubwahl als wahrer Glücksgriff erweisen. Bereits in der ersten Saison gewann er auf Anhieb den Landespokal. Dadurch durfte der 22-jährige Stürmer im August vergangenen Jahres in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Borussia Mönchengladbach auflaufen. Der Außenseiter verlor zwar mit 1:3, dochfür Timpone war es der Auftakt einer erfolgreichen Saison.

„Der Anfang war aufgrund unseres neu zusammengewürfelten Kaders sehr schwierig, doch dann haben wir richtig Fahrt aufgenommen und die Saison schließlich auf Platz fünf beendet. Im Pokal schafften wir es erneut bis ins Finale, mussten uns dort allerdings im Elfmeterschießen geschlagen geben“, so Timpone zusammenfassend. Insgesamt stehen ihm in den vergangenen zwölf Monaten 26 Pflichtspieleinsätze und 7 Tore zu Buche – darunter auch der 1:0-Siegtreffer am letzten Spieltag gegen Waldhof Mannheim.


Timpone lässt seine Zukunft (noch)offen

Unmittelbar nach Saisonende hat der FC Homburg dem Offensivspieler aus Bozen eine Verlängerung seines in Kürze auslaufenden Vertragesangeboten. „Ich habe die Option, für zwei weitere Jahre zu unterschreiben“, so Timpone, der allerdings noch keine zukunftsweisende Entscheidung getroffen hat. „Fakt ist, dass es mir in Deutschland sehr gut gefällt. Hier wird ein aggressiver, anspruchsvoller Fußball gespielt. Bei Heimspielen laufen wir regelmäßig vor mehr als 2.000 Zuschauern auf, zudem passt einfach das ganze Umfeld.“

Da allerdings auch Anfragen aus der dritthöchsten italienischen Liga vorliegen, hat Timpone um etwas Bedenkzeit gebeten. „Klar will ich irgendwann wieder zurückkehren und eventuell auch das Trikot meines Heimatvereins, dem FC Südtirol, tragen. Zu 80% werde ich allerdings in Deutschland bleiben.“ In Homburg rechnet man jedenfalls bereits damit, Timpone beim Trainingsauftakt am 25. Juni wieder begrüßen zu dürfen.


Autor: sportnews