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Michael Bacher lief in der Lega-Pro-Saison 2014/15 für Pordenone und Piacenza auf

Michael Bacher: „Bin ich mit 27 Jahren zu alt für diesen Beruf?“

Das Transferfenster ist seit Montagabend geschlossen, die Profiteams haben ihre Kaderplanungen nahezu abgeschlossen. Und Michael Bacher steht wieder ohne Arbeitgeber da. Wie der erfahrene Drittligaspieler aus Mauls mit dieser Situation umgeht, verrät er im nachstehenden Interview.


Michael Bacher, Sie sind seit 30. Juni ohne Verein. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

„In den vergangenen Monaten hat nur Lega-Pro-Klub Messina ein richtigesAngebot hinterlegt. Ich habe mich jedoch gegen einen Wechsel nach Sizilien entschieden. Danach gab es noch weitere interessante Anfragen. Da waren namhafte Klubs wie Parma, Reggina oder Savona dabei. Doch als es darum ging, konkrete Verhandlungen aufzunehmen, zögerten sie.“


Wie erklären Sie sich das?

„Der Markt ist einfach übersättigt. Während in europäischen Top-Ligen ungeheure Transfersummen hingeblättert werden, fehlt in den unteren Kategorienhäufig das nötige Kleingeld. Zudem herrscht ein unerklärlicher Drang, blutjunge Spieler zu verpflichten. Da fragt man sich schon: Bin ich mit 27 Jahren zu alt für diesen Beruf? N
ach der starken Rückrunde mit Pro Piacenza hatte ich eigentlich mit einem größeren Interesse gerechnet.


Allerdings ist diese Situation keine neue für Sie.

„Das stimmt, doch die alljährlicheSuche nach einem neuen Klub zeigt mir auchdie Schattenseiten des vermeintlichen Traumberufs Fußballprofiauf. Es ist eine richtige Gradwanderung, bei der auch finanzielle Überlegungen eine große Rolle spielen.“


Stehen Sie aktuell mit jemandem in Verhandlungen?

„Ja, da ist was am Laufen. Mehrere ambitionierte Serie-D-Vereine aus dem norditalienischen Raum wollen mich für die kommende Saison verpflichten. Ich hoffe, dass wir in Kürze Vollzug vermelden können.“


Gab es zuletzt auch Lockrufe aus Südtirol?

„Nein. Anders als in den vergangenen Jahren, ist in diesem Sommer kein heimischer Ober- oder Landesligaklub an mich herangetreten. A
us dem Trentino kamen hingegen gleich mehrere Anrufe. Ich habe mir das durch den Kopf gehen lassen, doch vorerst gilt mein Hauptaugenmerk einer höheren Liga.“


Ihr künftiger Verein ist bereits die fünfte Station seit Ihrem Abschied beim FC Südtirol im Sommer 2012.

„In der Tat habe ich mittlerweile bereits den ein oder anderen Klub in meinem Kurrikulum stehen. Ich durfte in den vergangenen Jahren viele Vereine, neue Städte und unzählige Personen kennenlernen. Teilweise sind richtig enge Freundschaften entstanden. Diese Erfahrungen und Bekanntschaften möchte ich keinesfalls missen. Es ist eine ungemein wichtige Lebenserfahrung – abseits des Fußballfeldes.“


Autor: sportnews

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