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Michael Bacher gibt bei Pordenone im Mittelfeld den Takt vor (Foto: Facebook Pordenone) Der 26-jährige Freienfelder lief 2012 letztmals für den FC Südtirol auf (Foto: Pattis) Bacher mit seinem Freund Michael Cia im Sommerurlaub 2014

Michael Bacher: „Ich will nicht nochmal auf die Bank“

Am Samstag trifft der FC Südtirol auf Pordenone Calcio. Man möchte annehmen, ein ganz gewöhnliches Ligaspiel an einem ganz gewöhnlichen November-Wochenende. Das gilt allerdings nicht für Michael Bacher. Für ihn es das Spiel der Spiele und ein ganz besonderer Tag. Warum, erklärt er im nachstehenden Interview.

Michael Bacher, am Sonntag reisen Sie mit Pordenone als Gast ins Bozner Drusus-Stadion. Welche Gefühle verbinden Sie mit der Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte?

Ich freue mich unheimlich. Ich habe viele enge Freunde beim FC Südtirol, denen ich nun endlich auf dem Feld begegnen darf. Zudem werden viele Bekannte auf der Tribüne mitfiebern. Es wird ein ganz besonderer Tag, sofern ich denn auch zum Einsatz komme.


Wie meinen Sie das?

Ich habe im Augenblick noch keinen blassen Schimmer, ob ich am Samstag auflaufen darf. Die Vereinsführung hat zu Wochenbeginn den Trainer ausgetauscht, der nun die Karten völlig neu mischt. Zudem hatte ich die letzten Wochen mit Achillessehnen- und Leistenbeschwerden zu kämpfen. Dabei will ich alles, nur nicht nochmal im Drusus-Stadion auf der Bank sitzen.


Wie es 2011/12, damals im Trikot von Cremonese, der Fall war?

Genau, das war ganz bitter. Ich musste 90 Minuten lang von der Ersatzbank aus zuschauen, dabei wäre ich so gerne gegen meinen Ex-Verein aufgelaufen. Mittlerweile bin ich bereits auf mehrere ehemalige Klubs getroffen, ein Spiel gegen den FC Südtirol ist aber etwas ganz spezieller.


Dabei verlief ihr Abschied 2012 nicht ganz reibungslos.

Meine Rückkehr damals zum FCS war nicht von Erfolg gekrönt. Ich hatte ein schwieriges Jahr. Doch das ist längst vergessen, immerhin verdanke ich dem FC Südtirol meine Karriere als Profifußballer..


Mit nur fünf Punkten aus 14 Spielen stehen Sie aktuell mit Pordenone am Tabellenende. Hatten Sie sich Ihr Abenteuer im Friaul anders vorgestellt?

Das Zwischenfazit fällt eindeutig negativ aus, keine Frage. Als Aufsteiger sind wir mit viel Euphorie in die Saison gestartet, doch mittlerweile wurden bereits zwei Trainer ausgetauscht. Die Mannschaft ist moralisch angeschlagen. Genau deshalb, wäre ein positives Abschneiden in Bozen am Samstag so wichtig. Daran könnten wir uns dann aufbäumen. Und für mich wäre es ein doppelter Grund zur Freude.



Michael Bachers Karriere im Überblick:

seit 2014 Pordenone Calcio (Lega Pro, 9/0)
2013/2014 Real Vicenza (2. Division, 17/0)
2012/2013 Legnago Salus (Serie D, 27/3)
2011/2012 FC Südtirol (1. Division, 13/0)
2010/2011 US Cremonese (1. Division, 15/0)
2004-2010 FC Südtirol (2. Division, 111 Spiele/5 Tore)


Autor: sportnews