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Micheal Cia musste bislang in allen acht Ligaspielen zuschauen Cia will sich mit Trainingsleistungen empfehlen

Michael Cia: „Ich mache Stroppa keinen Vorwurf“

Beim FC Südtirol läuft es mit drei sieglosen Spielen in Folge alles andere als rund. Doch einer im Verein steht im Augenblick besonders als Verlierer dar: Michael Cia. Als einziger Offensivspieler im Kader wurde der mit einem Vierjahresvertrag ausgestattete Blondschopf noch keine einzige Minute eingesetzt. Wie er mit dieser Situation umgeht, verrät der 27-jährige Montaner im nachstehenden Interview.


Wie sehr schmerzt es, gerade in dieser schwierigen Phase nicht eingreifen zu dürfen?

Michael Cia: „Die Situation ist alles andere als zufriedenstellend, für niemandem im Team. Für mich ist es natürlich doppelt bitter, zumal ich körperlich in sehr guter Verfassung bin. Ich bekomme nicht die Chance, das auf dem Feld zu beweisen.“


Woran liegt das?

„Das weiß ich nicht. Da müssen Sie den Trainer fragen.“


Haben Sie in den vergangenen Wochen das Gespräch mit Giovanni Stroppa gesucht?

„Ich bin der Meinung, dass im Fußball ohnehin zu viele falsche Versprechen gegeben werden. Deshalb konzentriere ich mich darauf, mich im Training anzubieten. Vor kurzem hat sich allerdings die Situation ergeben, in der mir der Trainer die aktuelle Lage beschrieben hat. Er hat mir im Vier-Augen-Gespräch Mut zugesprochen und mich regelrecht aufgebaut.“


Allerdings lässt Sie der Trainer weiterhin zappeln.

„Das stimmt, dabei möchte ich unbedingt auf dem Feld die passende Antwort geben. Ich kann ihm allerdings keinen Vorwurf machen. Er versteht sein Handwerk, ist fachlich ausgebildet und zudem auch im zwischenmenschlichen Bereich vorbildlich. Das einzige was ich in dieser Situation machen kann, ist mich weiter aufzudrängen und in jedem Training ans Limit zu gehen. Ich bin mir sicher, dann bekomme ich meine Chance.“


Haben Sie sich über einen Vereinswechsel im Winter Gedanken gemacht?

„Nein, damit beschäftige ich mich absolut nicht. Sollte die aktuelle Situation anhalten, wird sich eines Tages an einen Tisch setzen und die nötigen Schlüsse ziehen. Bis dahin will ich aber meine ganze Konzentration in das tägliche Training stecken.“


Am Samstag gegen Reggiana ist Offensivspieler Giacomo Tulli gesperrt. Wittern Sie ihre Chance?

„Nicht unbedingt. Stroppa sieht mich eher im Mittelfeld, denn als offensiven Flügelspieler. Das ist im Augenblick auch meine bevorzugte Positon. Das nächste Match könnte allerdings für uns als Team ein Schlüsselspiel darstellen. Reggiana ist als Spitzenteam sehr auf Ballbesitz und besonders offensiv ausgerichtet. Das könnte uns entgegenkommen, zumal wir bislang gegen vermeintliche Favoriten unsere besten Leistungen abgerufen haben. Ja okay, ein wenig hoffen ich schon, dass ich am Samstag endlich zum Zuge komme und zur Kehrtwende beitragen kann - egal ob nun jemand ausfällt oder nicht.“

Autor: sportnews

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