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Patrizio Morini gibt die Marschroute vor (Foto: SN/öss) Thomas Piffrader, eine der positiven Überraschungen in der Oberliga (Franz Grießmair) Die "Jergina" wollen das Jahr 2014 mit zwei Siegen abschließen (Franz Grießmair)

Patrizio Morini: „Wir sind erfolgshungrig wie noch nie“

St. Georgen dominiert derzeit die Fußball-Oberliga nach Strich und Faden. Am Sonntag möchten die „Jergina“ aber einen Fluch besiegen. Denn bisher hatten die Pusterer am letzten Spieltag der Hinrunde immer große Probleme. Danach heißt es sich auf Pokalfinale gegen Virtus Don Bosco vorzubereiten. Im SportNews-Interview blickt Coach Patrizio Morini auf die letzten Wochen zurück und plaudert aus dem Nähkästchen.

Die Nummer „13“, sie bringt in Bruneck und Umgebung Glück. So hat es zumindest den Anschein. Denn seit 13 Runden ist St. Georgen in der Oberliga ohne Niederlage. Außerdem haben die „Jergina“ 13 Punkte mehr auf dem Konto, als vor einem Jahr um diese Zeit. Die Morini-Truppe, sie hat zum Höhenflug angesetzt.


Herr Morini, von Ihnen wird gesagt, dass Sie sehr abergläubisch sind. Die „13“, Sie scheint Ihnen Glück zu bringen?

Meine Mannschaft überrascht mich. Die Zahlen in dieser Saison sind aber noch beeindruckender. Denn wir haben in 19 Partien, Pokal mit eingerechnet, nur einmal verloren und 15 Siege gefeiert, bzw. drei Unentschieden geholt. Ich bin sehr stolz auf diese Jungs. Ich habe es mir nicht so erwartet, aber ich habe eine einzigartige Gruppe.


Im Sommer haben Sie versucht, Jack Degasperi zum Bleiben zu überreden. Nun ist Ihre Mannschaft Tabellenführer und hat 13 Zähler mehr als im Vorjahr. Was hat sich verändert?

Degasperi ist ein herausragender Spieler und ein wunderbarer Mensch. Er hat aber einen anderen Weg eingeschlagen. Die ganze Mannschaft hat sich exponenziell weiterentwickelt. Der Wechsel von der Offensive in die Defensive und umgekehrt, er klappt wunderbar. Ich denke, dass die ganze Mannschaft reifer und erfahrener geworden ist. Auf dem Trainingsplatz arbeiten wir sehr intensiv und harte Arbeit zahlt sich immer aus. Auch meine Trainerkollegen geben ihr Bestes und der Verein vertraut uns. Was will man mehr?


In den vergangenen Jahren hatten Sie immer große Schwierigkeiten im letzten Spiel der Hinrunde. Nun ist am Sonntag Alense zu Gast. Wie wollen Sie diese schwere Hürde nehmen?

Ich werde sicherlich nicht um Glück betteln. Unsere Stärke ist die harte Arbeit, Tag für Tag. Alense ist ein starker Gegner, aber wir blicken diesem Spiel mit Freude entgegen. Ich bin froh, dass uns am Anfang der Saison viele Experten nicht als Favoriten auf dem Zettel hatten. Wenn man ohne Druck arbeiten kann, dann sind das die Ergebnisse.


Am Samstag, 6. Dezember steigt in Bozen das Pokalfinale gegen Virtus Don Bosco. Dann wird St. Georgen aber schon ein bisschen unter Druck stehen, oder?

Ich gebe zu, dass wir uns schon mit diesem Match beschäftigen. Aber zunächst einmal gilt es die Meisterschaft fertig zu spielen. Es wird ein tolles Duell, wir spielen gegen unsere Freunde von Virtus Don Bosco. Das Drusus Stadion bildet den perfekten Rahmen hierfür. Das Match wird sicherlich sehr eng. Aber wir wollen unseren Pokalsieg verteidigen.


Sie haben Degasperi wegziehen lassen müssen, dafür Thomas Piffrader bekommen. Kann er Karriere machen?

Ich glaube schon. Er hat Talent, er ist demütig und ich bin überzeugt, dass er sich auch in einer höheren Klasse durchsetzen kann. Aber ich möchte eine Sache herausstreichen: Ich habe einen super Kader, viele gute Spieler. Für mich zählt die Gruppe. Und keinen Spieler dieses Teams würde ich für einen anderen hergeben. Keinen.

Autor: sportnews