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Benedikt Mair, Abwehrhüne des SV Ulten (Foto: C. Staffler) Andreas Klotzner erzielte ein Tor aus der eigenen Hälfte (Foto Griessmair)

RÜCKPASS: Ach wie gut, dass niemand weiß…

Ultens Abwehrhüne Benedikt Mair gibt das Rumpelstilzchen, Obermais-Abwehrchef Andreas Klotzner den Briefe-Frankierer. Was es damit auf sich hat, erklärt der SportNews-Rückpass.


TATORT 2. Amateurliga, Gruppe A : Rumpelstilzchen

Was für manche das erlösende Klingeln der Schulglocke ist, was für manche das ohrenerfreuende „zisch“ des Feierabendbiers ist, das dürfte für Ultens Benedikt Mair ein Eckball in den letzten Minuten eines Spiels sein – sprich: Das ultimative Glücksgefühl. Dann darf der gelernte Innenverteidiger nämlich seinen natürlichen Lebensraum verlassen und sich im gegnerischen 16er nach Belieben austoben. Dass er dabei letzthin ähnlich erfolgreich agiert wie Hugh Hefner auf einer seiner Pyjama-Partys, das dürfte ihn aber selbst ein wenig überrascht haben.

Zwei Mal schienen die Partien seiner Ultner in den vergangenen beiden Wochen nämlichauf ein 2:2-Remis hinauszulaufen, zwei Mal gab es in den allerletzten Minuten noch einmal Eckball, zwei Mal entwischte Mair seinen Bewachern, zwei Mal stand er da, wo ein aufgerückter Verteidiger eben stehen muss und zwei Mal bescherte er seinem Team sonoch in allerletzter Sekunde den Sieg.

Wie Mair seine Last-Minute-Tore feiert, das konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Es wäre aber nicht verwunderlich, würde er nach Spielende, irgendwo an einem abgeschotteten Plätzchen, ein Lagerfeuer anzünden, hämisch lachen, in einem Hopserlauf-ähnlichen Tanz darum herum springen und dabei eine Eigenversion eines bekannten Kinderlieds hinausträllern: „Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich gerne Tore schieß – kein Sch…ß.!“


TATORT Oberliga : Ein Mann, ein Schuss, ein Wort

Ist es der Ball? Das Gras? Gar die Luft? Oder etwa doch die berühmt-berüchtigten Fangesänge der Curva-Sud? Irgendein Geheimrezept muss es wohl geben – denn dass die Obermais-Akteure auf dem hauseigenen Fußballplatz an der Lahn immer wieder Mal ein Weitschuss-Traumtor aus dem Schlappen zaubern, das kann doch irgendwie kein Zufall sein.

Theo Pamer war es, der die Herzen begeisterter Fußball-Ästeten erstmals höher schlagen ließ und am ersten Spieltag die Pille aus 40 Metern so zuckersüß ins Tor hob, dass man bei der Betrachtung der Wiederholung in akute Gefahr läuft, Diabetiker zu werden. Dennis Malleier wuchtete die Kugel vor kurzem, ebenfalls aus dieser imposanten Entfernung, derart rasant in den Kasten, dass die Kondensstreifen wohl immer noch irgendwo in der Meraner Luft hängen. Doch was Abwehrchef Andreas Klotzner am vergangenen Sonntag veranstaltete, das setzte all dem die Krone auf.

Nach einem Foul in der eigenen Hälfte legte sich der Abwehrchef das Spielgerät entschlossen zurecht, frankierte es wohl noch ausreichend, kritzelte schnell die Adresse der Sportschau rauf und schickte es aus gut 60 (ausgeschrieben: sechzig!) Metern per Eilpost als Kandidat fürs „Tor des Monats“, pardon „Tor des Jahres“ ins Traminer Tor und von da aus direkt weiter in den ARD-Briefkasten. Seine Reaktion darauf: „Du musst halt draufhauen und schauen, dass er rein geht – dieses Mal ist es gut gegangen.“ Ein Mann, ein klares Statement! Und eben auch ein herrlicher Treffer.




Autor: sportnews

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