a Fußball

Peter Mair (Foto Runggaldier)

RÜCKPASS: And the Oscar goes to...

Zur Oscar-Verleihung fehlen zwar noch einige Wochen – trotzdem hätte sich so mancher Akteur in Südtirols Fußballszene schon vorab die begehrteste Filmauszeichnung verdient. Findet zumindest der SportNews-Rückpass.


TATORT Oberliga : Der beste Regisseur

Peter Mair hat in seinem Leben schon so einige filmreife Vorstellungen abgeliefert. Da wäre sein uralter Torrekord mit 35 Treffern, an dem die besten regionalen Stürmer von Jahr zu Jahr hoffnungsvoll, enthusiastisch und heißhungrig knabbern, am Ende der Saison aber stets mit gesenkten Köpfen einen Termin beim Zahnarzt vormerken müssen. Da wäre jener Moment in Regensburg, als er vom Elfmeterpunkt und vor 12.000 Zuschauern FC-Bayern-Tormann Tom Starke mit der Lässigkeit eines alten Hasensverlud. Da wären auch die zahlreichen perplexen Gesichter, die es einfach nicht begreifen können, wie der „Magic“-Peter den verdammten Herz-Ober aus dem Kartenpacktl plötzlich verschwinden ließ. Und da wäre diese eine Vorstellung vom Sonntagnachmittag, die nicht nur filmreif, sondern schon ein klein wenig oscarverdächtig war.

Nein, die Rede ist nicht etwa von seinem fußballerischen Auftritt. Obwohl: Zwei Treffer, ein Assist, 3:1-Sieg – besser hätte selbst Sylvester Stallone alias Rocky Balboa die Rolle des k.o.-bringenden Akteurs nicht bekleiden können. Vielmehr war es die anschließende Kabinenparty, bei der Peter Mair seiner Kreativität wieder mal freien Lauf ließ. Als Ideengeber nahm er mit seinen Naturnser Mannschaftskollegen die MannequinChallenge an, ein Social-Media-Gag, bei dem die Beteiligten für kurz die Zeit „einfrieren“. Von exzentrischen Jubelstellungen über Selfieposen bishin zum teeeinschekenden Jungspund war alles dabei (siehe unten). Ein typischer Gag von Peter Mair, der bekanntlich für jeden Spaß zu haben ist – und mit seiner Mannschaft so den coolsten Clip des Wochenendes lieferte.


TATORT 1. Amateurliga, Gruppe B : Der beste Schauspieler

Lukas Hofer ist für Mühlbach Rodeneck Vals so etwas wie der wohlhabende Vater für den exzessiv lebenden Studenten: Wenns einmal brenzlig wird, was nicht selten der Fall ist, dann muss Daddy eben in Tasche greif… äh in die Bresche springen. So geschehen am Sonntag im Spiel gegen Taufers, als Hofer einen müden Kick, der als 1:1-Remis auszugehen drohte, in den Schlusssekunden vor dem Einschlafen bewahrte. In Minute 89 nahm er sich ein Herz, traf zuerst per Kopf zum 2:1 und machte seinen Genie-Streich mit einem Weitschusstreffer nur wenige Sekunden später perfekt.


TATORT 2. Amateurliga, Gruppe C : Das beste Drehbuch

Ob man den Zuschauern am Sonntag im Stadion von Feldthurns einen Horrorfilm oder die letzten Minuten des Spiels zwischen Feldthurns und Vintl vorführte – die Wirkung dürfte immer dieselbe gewesen sein: Nervenkitzel pur. In der zweiten Minute der Nachspielzeit und beim Stand von 3:2 für die Hausherren prallte ein Vintl-Stürmer mit Feldthurns-Keeper Manuel Kerschbaumer zusammen. Der Schiri gab Elfmeter, der Keeper blieb bewusstlos liegen, kam erst nach einigen Minuten wieder zu sich, konnte den fälligen Elfer aber nicht parieren – 3:3. Spiel gegessen? Keinesfalls. Denn gleich nach dem Wiederanpfiff (mittlerweile lief Nachspielzeit-Minute vier) startete Feldthurns über rechts einen letzten Angriff, der Ball kam irgendwie in die Mitte, wo Michael Griessmair goldrichtig stand und die Murmel zum vielumjubelten 4:3-Treffer ins Netz hämmerte. Ein episches Finale, das kein Drehbuchautor hätte besser schreiben können.



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SN/td


Autor: sportnews

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