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Markus Mutschlechner (Foto Stegen FB) Nico Perkmann von Partschins

RÜCKPASS: Das tapfere Markuslein

Stirn, Zähne, Geldbeutel – einige Südtiroler Amateurfußballer mussten am Wochenende schmerzhafte Auwei-Erlebnisse einstecken. Was, wann, wo und wie passiert ist, das erklärt der SportNews-Rückpass.


TATORT Landesliga : Weiter, immer weiter

Ob es die elektrisierende Atmosphäre war, die den Adrenalinspiegel von Stegens Markus Mutschlechner derart in die Höhe schießen ließ, dass jegliche Schmerzen betäubt wurden? Oder verkörpert er einfach nur den typischen Pustra Bui – hartgesotten, nimmermüde und in gewissem Maße auch schmerzimmun? Auf den Stegener Verteidiger trifft wohl eine Mischung beider Zutaten zu.

Gegen Latzfons Verdings prallte er kurz vor der Pause nämlich mit einem Gegenspieler Kopf an Kopf zusammen und zog sich dabei eine klaffende Platzwunde zu. Für viele wäre spätestens beim Anblick des eigenen Bluts Feierabend gewesen. Mutschlechner aber ließ sich von den Ersatzspielern einen Turban aufbandagieren, antwortete in der Halbzeitpause auf die Frage des Präsidenten, ob denn ein Krankenwagen gerufen werden sollte, mit einem fauchenden „Warum denn?“, scheute auch in der zweiten Halbzeit weder Zweikampf noch Kopfballduell, holte mit Stegen so einen 2:2-Ausgleich gegen den Tabellenführer und ließ sich anschließend ins Krankenhaus kutschieren. CoolerTyp.


TATORT Landesliga : Strapazierte Brieftasche

Ein Auweia-Ereignisdürfte auch Nico Perkmann von Partschins erlebthaben: Nicht aber am eigenen Kopf, sondern vielmehr im eigenen Geldbeutel. Der 18-Jährige wurde am Samstag gegen Salurn in der 80. Minute erstmals in seinem Leben in das Landesligabecken geworfen – keine leichte Aufgaben, immerhin ging es im Spiel, in dem Salurn zu diesem Zeitpunkt mit 3:2 führte, mit der Bissigkeit eines Piranha-Schwarms zu. Doch Perkmann zeigte, dass er sich auf neuem Terrain schneller zurechtfindet als ein Fünfjähriger am Süßwarenregal im Supermarkt: Drei Minuten nach seiner Einwechslung segelte eine Flanke in die Mitte, wo der junge Spieler goldrichtig postiert war und mit Köpfchen zum 3:3 einschob. Am Ende gewann Partschins sogar mit 4:3.

Was das Ganze mit dem Geldbeutel des Jungen zu tun hat? Nun, eine alte Kabinenregel besagt, dass sowohl beim Debüt als auch beim ersten Tor eine Kiste Bier für die Mannschaftskollegen fällig wird – sollte das auch in Partschins üblich sein, dürfte die Brieftasche von Perkmann gleich doppelt strapaziert werden. Auweia.


TATORT 2. Amateurliga, Gruppe A : Wie in einem Western-Saloon

Wäre das Ganze nicht so tragisch, könnte man die Szene gut mit einer Saloon-Rauferei aus einem Western-Film vergleichen: Schockierte Zuschauer, blutende Köpfe, herausgeboxte Zähne. Übeltäter war in diesem Fall aber nicht der schlagfertige Bud Spencer, sondern der Ball, der im Spiel zwischen Schluderns und Ulten kurz vor Schluss hoch und weit angeflogen kam. Opfer sind dagegen zwei Ultner Akteure, die die Kugel mit voller Wucht attackierten und in der Luft mit den Köpfen zusammengerasselt sind. Die Diagnose im Krankenhaus: Patrick Egger zog sich ein Cut zu, das mit neun Stichen genäht werden musste. Alexander Somvi verlor dagegen einen Zahn und trug eine Gehirnerschütterung davon. Autsch - und gute Besserung.



SN/td


Autor: sportnews

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