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Matthias Hopfgartner vom SSV Pfalzen (Foto David Laner)

RÜCKPASS: Frauenheld im Club

Matthias Hopfgartner vom SSV Pfalzen gibt den Wingman, Manuel Messner von Dietenheim/Aufhofen den Steelman. Verschafft Klarheit: Der SportNews-Rückpass.


TATORT 1. Amateurliga, Gruppe B : Vorbereitungs-Crashkurs

Im Spiel zwischen Pfalzen und Klausen war ja ohnehin schon mehr Schärfe drin als in der Curry-Bude zwei Straßen weiter. Da wäre einerseits das beeindruckende Ergebnis von 6:1 für die Pusterer. Da wären die Pfalzner Gebrüder Althuber, die wieder einmal im Doppelpack zugeschlagen haben. Da wäre Ersatzkeeper Philipp Tolpeit, der sich nach der roten Karte des Stammgoalies Plankensteiner ins Tor stellte und den fälligen Elfmeter von Klausen uneingewärmt und mit der Coolness eines Eissprays von der Linie kratzte. Und da wäre natürlich die Geschichte eines gewissen Matthias Hopfgartner.

Der Flügelspieler präsentierte sich an jenem Tag derart in Vorbereitungs-Laune, dass er nach dem Spiel wohl auf das obligatorische Sieges-Bier verzichtete und stattdessen in der nächstgelegenen Geburtenstation einen Crashkurs für werdende Muttis einlegte. Von den sechs Treffern seiner Pfalzner bereitete der raketenschnelle Flügelstürmer gleich deren vier (!) vor. Zweimal flitzte er auf links durch und servierte die Kugel seinen Teamkameraden dann als Flanke auf dem Silbertablett, zweimal ließ er sein filigranes Füßchen dann eine Eckball-Banane in die Mitte schlagen, wo die Kugel ebenfalls den Weg ins Netz fand.

Sechs Treffer, vier Assists von Hopfgartner – ein Wert, der sich sehen lassen kann. Und der uns zu einer Erkenntnis kommen lässt: Hätte uns der Flügelstürmer an jenem Abend ins Reischacher K1 begleitet, er hätte uns wohl auch dort in bester Wingman-Manier eine Vorlage geliefert. Aber man kann ja nicht alles haben.


TATORT 3. Amateurliga, Gruppe B : Mann aus Stahl

Der Fußball hat in all den Jahren schon einige harte Typen hervorgebracht. Didi Hamann beispielsweise, der sich im Champions League Finale von 2005 in der Verlängerung einen Ermüdungsbruch zugezogen hat und trotzdem einen Elfer versenkte. Oder Bert Trautmann, der im englischen Pokalfinale trotz eines Genickbruchs weiterspielte und am Ende mit 3:1 gewann. In diesen erlesenen Kreis hat es am Sonntag auch Manuel Messner geschafft. Im Spiel gegen Uttenheim kam es für den Goalie von Dietenheim/Aufhofen nach 20 Minuten nämlich zu einem Härtetest im wahrsten Sinne des Wortes. Langer Ball des Gegners, ein Stürmer, der ungebremst in Richtung Ball rannte und eben Messner, der aus seinem Kasten spurtet, die Kugel aus der Gefahrenzone befördert und anschließend mit dem Gegner zusammenrasselte.

Eine unschöne Szene, bei der sich der junge Keeper – alle Nervenschwache bitte weghören – das Kiefer brach – und nach der sich wohl 99 Prozent aller Fußballer hätten auswechseln lassen. Messner stellte aber für einmal die zähe Härte der Pusterer Burschen unter Beweis, rappelte sich nach einer kurzen Behandlung wieder auf, verhalf seinen Dietenheimern in den verbleibenden 70 Spielminuten mit der einen oder anderen Parade zum 2:1-Sieg und machte sich erst dann in Richtung Innsbruck auf, wo er das lädierte Mundwerk operativ wieder geradebiegen ließ. Wir sagen: Respekt!


SN/td


Autor: sportnews