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Ivan Dalceggio, Kapitän von Nals (Foto FB) Das Team von Gitschberg Jochtal verzweifelte an der Torumrandung (Foto FB)

RÜCKPASS | From Zero to Hero – in 60 Sekunden

Der FC Gitschberg Jochtal hat viele heiße Eisen im Feuer, Oberau vertraut auf die Hilfe anderer und Ivan Dalceggio beweist Reaktionsschnelligkeit. Hat wieder mal behäbig reagiert: Der SportNews-Rückpass.


TATORT 1. Amateurliga, Gruppe A: Blondinen in Horror-Streifen

84. Minute, dein Team verliert mit 0:1 und dann verschießt du einen Elfmeter. Das Selbstbewusstsein vieler Spieler wäre danach irgendwo zwischen Erdkruste und äußerem Erdkern zu finden gewesen und der Blick würde in den nächsten Stunden wohl permanent den Boden fixieren. Nicht aber bei Ivan Dalceggio vom FC Nals.

Dem Mittelfeldspieler passierte am Sonntag das oben beschriebene Malheur, sein Team schien die Partie gegen Auer mit 0:1 zu verlieren. Doch nur wenige Sekunden nachdem er den Strafstoß über den Aurer Kasten gesenst und der gegnerische Goalie die Kugel per Abstoß wieder ins Feld befördert hatte, kam Dalceggio doch noch zu seinem großen Auftritt: Die Nalser Spieler gingen nach dem Tormann-Abschlag schneller drauf als die hübschen Blondinen in einem billigen Horror-Streifen, eroberten den Ball, tankten sich auf der Seite durch und schlugen dann eine Flanke in die Mitte. Dort stand, wie kann es anders sein, Ivan Dalceggio goldrichtig, nickte die Pille über die Linie und sicherte seinem Team so einen überlebenswichtigen Punkt. From Zero to Hero – und das in nur 60 Sekunden. Wär doch was für den nächsten Hollywood-Streifen.


TATORT 1. Amateurliga, Gruppe B: Summa cum laude

Ein 0:0-Remis zwischen den Mittelfeld-Mannschaften Gitschberg Jochtal und Kiens – was auf den ersten Blick so prickelnd wie eine expressionistische Portraitmalerei aussieht, hatte bei genauerem Hinsehen doch einiges zu bieten. Vor allem Aluminium. Sehr viel Aluminium sogar. Und nein, die Rede ist nicht etwa von der Alufolie des lieblich verpackten Halbzeitbrots für den emsigen Balljungen, sondern vielmehr von der unglücklichen Trefferquote von Gitschberg Jochtal. Nur so viel: Turcanu traf nach 35 Minuten mit einem Freistoß die Querlatte, Schönegger bolzte die Kugel nach 55 Minuten und einem schönen Alleingang an den Pfosten, während Untersteiner nur wenige Minuten vor Schluss einen Freistoß ebenfalls ans Torgebälk setzte. Drei Schüsse, drei Mal nur die „Latte“ – ein solches Pech im Abschluss ist man ansonsten nur von nicht sehr lernwilligen und dafür sehr feierwütigen Studenten gewohnt.


TATORT 3. Amateurliga, Gruppe B: Hilfe von oben

Drei Mal Latte – schlimmer geht’s nicht? Falsch gedacht. In der 3. Amateurliga hat sich ein ähnlicher Fall zugetragen – nur eben noch eine Stufe eklatanter. Die Offensivabteilung von Oberau agierte im Spiel gegen Unterland Berg ähnlich nervös wie Kay One bei der Deutschprüfung, traf trotz großer Drangperioden ebenfalls drei Mal die Torumrandung, durfte beim 1:1 am Ende aber doch über ein Tor jubeln. Wer hat’s geschossen? Sie erahnen es. Ein Unterlandler Verteidiger, der den Ball ins eigene Tor gelenkt und somit für Oberau ins Schwarze getroffen hat. Manchmal braucht’s eben auch Hilfe von oben – oder eben von nebenan.



SN/td


Autor: sportnews

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