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Michael Gufler, Stürmer vom ASV Plaus Dreckig-schöne Szenen im Landesligaspiel zwischen Stegen und Neumarkt (Foto Facebook Stegen)

RÜCKPASS: Kein Kuss beim ersten Date

Bereits der etwas pummelige U-10-Trainer predigte es vor jedem Spiel: Der Fußball ist ein Mannschaftssport. Wie gut, dass einige Feingeister trotzdem noch für die eine oder andere One-Man-Show zu haben sind. Der SportNews-Rückpass.


TATORT 2. Amateurliga, Gruppe A: Netter Kerl I

Prads Martin Gander muss sich ein klein wenig wie ein eifriger Burschebeim ersten Date gefühlt haben: Schenkt dem Mädchen einen Blumenstrauß, führt es zum Essen aus, bringt es zum Lachen, bezahlt sogar die Rechnung – doch am Ende kassiert er statt des erwünschten Kusses plötzlich und unerwartet einen Korb. „Bist ‘n netter Kerl, aber nicht mein Typ.“ Auf dem Fußballfeld erging es dem Prader ähnlich. Gander strengte sich an, Gander zeigte eine herausragende Leistung, Gander schnürte einen unglaublichen Viererpack – kurzum: Er tat alles in seiner Macht stehende für den Sieg, doch am Ende kam vom Gegner, dem SV Plaus, trotz allem der bittere Korb in Form einer 5:6-Pleite.


TATORT 2. Amateurliga, Gruppe A : Netter Kerl II

Der oben zitierte 6:5-Sieg von Plaus war an sich schon ein mittelgroßes Fußballfest. Mit Martin Ganders Viererpack wurde er schon zu einem kleinen Spektakel. Und wenn man sich dann auch noch ansieht, was Plaus-Stürmer Michael Gufler veranstaltet hat, ja dann erlangt das Spiel endgültig den Verrückten-Status. Der Angreifer erwischte ähnlich wie sein Prader Kollege einen Sahnetag, erzielte ebenfalls vier Tore und bereitete zudem noch eines vor. Auffallend: Gufler wusste mit Flanken besser umzugehen als ein römischer Feldherr, nickte drei Vorlagen per Kopf in die Maschen und realisierte die vierte per Fuß. Der Viererpack war perfekt – genauso wie ein total verrückter Nachmittag.


TATORT Oberliga : Außerirdischer

Was Fabio Bertoldi wöchentlich auf Südtirols Oberliga-Feldern daher zaubert, hat etwas Außerirdisches an sich. Am Sonntag haute er Calciochiese einfach mal so mit einem Viererpack vom Platz und zeigte besonders in einer Szene, dass er für die höchste regionale Liga ein Luxusgut ohnegleichen ist. Nach einem weiten Abschlag drang er mit dem Ball am Fuß in den Strafraum ein, machte dort anschließend mehr Haken als ein Deutschlehrer beim Diktat in der Begabtenklasse, ließ dadurch drei Gegenspieler ein Luftloch grätschen und drückte die Kugel danach ins Netz. Ein Geniestreich, der auch auf Facebook die Runde machte und schon unglaubliche 450.000 Mal angesehen wurde (siehe unten)– mit steigender Tendenz, wohlbemerkt. Eigentlich so, wie Bertoldis Torkonto.


TATORT alle Amateurligen : Männerträume werden war

Beim SportNews-Rückpass ist es ein bisschen so wie auf einer Betriebsweihnachtsfeier: Alle weitgehend normal, doch irgendeiner muss immer aus der Reihe tanzen. Und deshalb lassen wir es uns nicht nehmen, eine Kuriosität, die mit dem aktuellen Thema so viel gemeinsam hat wie Donald Trump mit den Demokraten, ins Repertoire aufzunehmen. Am Wochenende ging in vielen Orten nämlich der eine oder andere Männertraum in Erfüllung. Strömender Regen, seeartige Pfützen auf den Feldern, Matsch an allen Ecken und Enden – und dann wurde auch noch Fußball gespielt. Von Grätschen mit sieben Meter langem Bremsweg über Bälle, die beim Rückpass in einer Lacke stecken blieben bishin zu weißen Leibchen, auf deren ursprüngliche Farbe nach Spielende lediglich das Etikett auf der Innenseite hinwies- da konnte man(n) sich ordentlich austoben.Fußball isteben oft schmutzig-schön.




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SN/td


Autor: sportnews

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