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Manuel Scavone ist seit Jahren ein Fixpunkt am Südtiroler Profihimmel. © Facebook

Scavone, De Luca & Co: So würde ein Südtiroler Profiteam aussehen

Mit Manuel De Luca hat erstmals seit 2013 wieder ein Südtiroler Fußballer in der Serie A gespielt. Die Frauen sind den Männern hier längst voraus. Welche Südtiroler Profis sind – außer jenen beim FC Südtirol – heuer am Start?

Der Nachfolger von Simon Laner ist Manuel De Luca. Der Pfattner in Diensten von Sampdoria ist der erste Südtiroler seit 9 Jahren, der es in der Serie A zu einem Einsatz gebracht hat. In der Vorwoche durfte De Luca als Joker für die Ligurier in der höchsten italienischen Fußballliga ran.


Die Frauen sind den Männern hier voraus. Katja Schroffenegger ist längst ein Fixpunkt in der Serie A. Mehr noch: Die 31-jährige Steineggerin spielt sogar für die Nationalmannschaft Italiens. Ihre Brötchen verdient sie in Florenz, wo sie bei Fiorentina in die zweite Saison geht. Mit Juventus-Talent Elisa Pfattner (18) ist eine weitere Südtirolerin in der Serie A vertreten. Melanie Kuenrath aus Burgeis hat die 1. Liga hingegen in Richtung Trient (Serie B) verlassen. Übrigens: Seit dem 1. Juli hat Frauenfußball in Italien Profistatus.

Katja Schroffenegger ist Südtirols Aushängeschild bei den Fußballerinnen. © Valerio Pennicino

Bei den Männern geht es ebenfalls bergauf in Sachen Südtiroler Profis. Mittlerweile könnte eine komplette Südtiroler Mannschaft aufgestellt werden. SportNews stellt das Team, das ohne FCS-Profis (Fabian Tait, Simone Davi, Manuel Fischnaller) auskommt, vor.
Tor
Simon Beccari (23 | WSG Tirol, Bundesliga): Der Bozner hat einen Bundesliga-Einsatz (im Wiener Weststadion gegen Rapid) gesammelt. Seitdem kommt er allerdings nur in der 2. Mannschaft der Wattener zum Einsatz, die in der drittklassigen Regionalliga Tirol spielt.
Abwehr
Jonas Heinz (18 | Sassari Torres, Serie C): Von Naturns nach Sardinien. So lässt sich der Weg des FCS-Talents beschreiben. Heinz wird beim Traditionsklub aus Sassari die ersten Schritte im Profifußball machen, nachdem er im Vorjahr sporadisch für die FCS-Profis gespielt hat.

Max Reinthaler (27 | Wehen Wiesbaden, 3. Liga): Mittlerweile ist der Algunder ein alter Hase im Profigeschäft. Seit einigen Jahren hat sich der Innenverteidiger in der 3. Liga in Deutschland eingependelt. Heuer läuft er für Wehen Wiesbaden auf, das zu den Aufstiegsanwärtern zählt.

Max Reinthaler ist seit Jahren als Profi in Deutschland unterwegs.


Lukas Mazagg (22 | SV Meppen, 3. Liga): Den ersten Profieinsatz im Gepäck hat hingegen Lukas Mazagg. Der Obervinschger hat den Sprung in die 3. Liga zu Meppen geschafft. Ausgebildet wurde der Innenverteidiger in Rosenheim, Würzburg und Burghausen.

Niccolò Gabrieli (20 | Olbia, Serie C): Ein Außenverteidiger, der sich über die Serie D in den Profifußball gekämpft hat. Gabrieli hat in der Jugend beim FCS und der Fiorentina gespielt. Jetzt steht er in Olbia vor seiner ersten Profisaison in der Serie C. Seine Transferrechte liegen beim FC Südtirol.
Mittelfeld
Simon Straudi (23 | Austria Klagenfurt, Bundesliga): Der Pusterer ist zurück am Wörthersee, wo er vor zwei Jahren den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hatte. Danach ging Straudi zurück nach Bremen, doch der Durchbruch in Deutschland gelang nicht. Mittlerweile ist er Stammkraft bei den Kärntnern, die von Österreich-Ikone Peter Pacult trainiert werden.

Simon Straudi läuft für Klagenfurt auf. © APA / EXPA/STEFAN ADELSBERGER


Emanuele Zuelli (20 | Juventus U23, Serie C): Der Bozner mit Serie-B-Erfahrung (für Chievo Verona) ist ein talentierter Mittelfeldspieler, der in den letzten Transfertagen noch wechseln könnte. Verein aus der Serie B sind hinter Zuelli her, der im Vorjahr auch schon im Kader der Juventus-Profis stand. Zum Einsatz kam er in Turin bisher aber nur für die U23 in der Serie C.

Manuel Scavone (35 | SSC Bari, Serie B): Ein weiterer Wechselkandidat. „Scavo“ ist der Routinier unter Südtirols Profis. Bei Bari spielt er aktuell allerdings keine Rolle und ein Wechsel zurück zum FC Südtirol scheitert am Klub. Gut möglich, dass der Mittelfeldspieler in den letzten Augusttagen den Verein noch wechselt.

David Wieser (20 | Pro Sesto, Serie C): Der Grödner ist ein Frischling im Profigeschäft. Im Vorjahr spielte der Mittelfeldspieler für die U19 von Bologna, jetzt steht er bei Pro Sesto vor seiner ersten Drittliga-Saison. Ausgebildet wurde Wieser beim FCS und Inter, wo auch weiterhin seine Transferrechte liegen.
Sturm
Lorenzo Sgarbi (21 | AC Renate, Serie C): Trotz des jungen Alters, geht der Bozner Stürmer in seine dritte Saison als Profi. Im Vorjahr ist er mit Legnago abgestiegen, jetzt geht es mit Renate wohl um höhere Tabellenpositionen. Sein Spielerpass liegt in Neapel, bei der glorreichen SSC Napoli.

Manuel De Luca ist der erste Südtiroler seit 9 Jahren, der in der Serie A gespielt hat. © Sampdoria


Manuel De Luca (24 | Sampdoria): Nach 10 Toren für Perugia in der Serie B darf der Pfattner jetzt in der Serie A ran. Im Sommer gab es Interesse aus Deutschland, doch De Luca hat sich bei Sampdoria in Szene gespielt. Eine starke Vorbereitung honorierte Trainer Marco Giampaolo mit dem ersten Erstliga-Einsatz für den Südtiroler.

Außerdem im Profifußball: Federico Davi (20 | Arzignano Valchiampo, Serie C), Elisa Pfattner (18 | Juventus Women, Serie A), Katja Schroffenegger (31 | Fiorentina Women, Serie A)

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