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Simon Straudi (am Ball) zählt in der U19 von Werder Bremen zu den festen Sützen "Der Profifußball ist mein Ziel"

Simon Straudi: Ein „Pustra Bui“ will den großen Sprung schaffen

Der Traum vom Profifußballer – wer hatte ihn als kleines Kind nicht? Simon Straudi ist mit seinen bald 18 Jahren bereits nahe dran. Der Brunecker, bei St. Georgen und dem FC Südtirol großgeworden, spielt seit einem halben Jahr in der U-19-Mannschaft des deutschen Bundesligisten Werder Bremen. Seine erste Bilanz fällt sehr positiv aus.

Bei Werder Bremen hält man sehr große Stücke auf Simon Straudi – das verdeutlichtnicht nur die Tatsache, dass er in der U-19 bereits eine fixe Stütze ist. Auch die Art und Weise, wie der Brunecker in seiner neuen Heimat behandelt wird, zeugtvon großer Wertschätzung. „Bei Bremen spiele ich in der U-19 und bin zudem noch im Top-Talente-Team. Auf einige Spieler jeder Alterskategorie wird da speziell eingegangen. Ich trainiere beispielsweise zwei Mal öfter als meine Mannschaftskollegen im Kraftraum, zudem gibt es individuelle Video-Analysen und wir werden auch an die erste Mannschaft herangeführt“, so Straudi. Oft hebe er gemeinsam mit den Werder-Profis die Gewichte im Kraftraum – „wir grüßen uns schon, eine Plauderei mit den Stars ist sich aber noch nicht ausgegangen“, schmunzelt er.


Stammspieler im Mittelfeld

Überhaupt hat sich der Pusterer im weitentfernten Bremen schon gut eingelebt. Zurzeit wohnt er in einem Internat, macht seinen Führerschein, die Schule bereitet ihm keine größeren Schwierigkeiten – und auf dem Fußballplatz ist er nach kleinen bürokratischen Problemen zu Beginn der Saison mittlerweile richtig gut unterwegs. „Trainer Mirko Votava (früher u.a. Spieler bei Dortmund, Atletico Madrid und Werder Bremen, Anm. d. Red.) setzt mich im Mittelfeld ein, zuerst habe ich auf der Sechser-Position gespielt, danach als ‚Achter‘“, erklärt Straudi. Dass die Verantwortlichen mit seinen Leistungen zufrieden sind, wurde in einem Interview mit Trainer Votava deutlich: „Simon Straudi, den wir aus Südtirol geholt haben, ist eine positive Überraschung. Anfangs war er nicht spielberechtigt, dann hat er sich aber gefunden und gute Spiele gemacht.“

In der Meisterschaft hat sich Straudis U-19 noch etwas schwer getan: „Wir haben viele gute Talente in unserer Mannschaft, sind in der Tabelle aber hinten angesiedelt. Nach einem holprigen Start kamenwir gen Ende aber immer besser in Schuss und wollen in der am 5. Februar beginnenden Rückrunde wieder angreifen. Das Niveau ist in Deutschland schon recht hoch.“ Körperlich sei der Unterschied nicht so groß, „dafür werden schon die kleinsten Fehler bestraft.“


„Der Profifußball wäre natürlich ein Traum“

Irgendwann kommt man auch auf seine Ziele zu sprechen. „Natürlich ist der Profifußball mein Traum. Doch allzu viele Gedanken mache ich mir darüber nicht. Ich will heuer einfach eine gute Saison spielen – und dann sehen wir weiter“, so der sympathische Brunecker, dessen großes Vorbild Bastian Schweinsteiger ist.

Und was macht ein angehender Fußballprofi abseits des Platzes? „Allzu viel Freizeit bleibt nicht. Unter der Woche bin ich mit Fußball und Schule ausgelastet, der Dienstag ist der einzige Tag, an dem ich kein Traininghabe. Am Wochenende steht dann ein Spiel an – und wenn Zeit bleibt, gehe ich ins Weser-Stadion, um den Profis zuzuschauen.“

Simon Straudi, ein fußballverliebter Bursche, durch und durch. Und wer weiß: Vielleicht wird er in einigen Jahren wieder im Weser-Stadion anzutreffen sein – dann aber nicht mit dem Fanschaal auf der Tribüne, sondern mit grün-weißer Montur auf dem Platz.


Was FC-Südtirol-Geschäftsführer Dietmar Pfeifer zum Straudi-Deal sagt und was er dem ehemaligen FCS-Jugendspieler in Zukunft noch alles zutraut - das lesen Sie in der Freitagsausgabe der DOLOMITEN.


SN/td




Autor: sportnews

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