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Andrea Agnelli kritisiert die Drohgebärden der UEFA. © ANSA / ANGELO CARCONI / Z4Z

Super League: Juventus & Co. weiterhin uneinsichtig

Zwischen den drei verbliebenen Gründungsmitglieder der gescheiterten Super League und der UEFA ist ein Ende des Konflikts lange nicht in Sicht. Nachdem die UEFA dem FC Barcelona, Real Madrid und Juventus mit Konsequenzen gedroht hat, zeigte sich das Trio in einer gemeinsamen Reaktion alles andere als einsichtig.

„Die Gründungsvereine wurden und werden von dritter Seite in inakzeptabler Weise unter Druck gesetzt, bedroht und beleidigt, damit sie das Projekt aufgeben und somit von ihrem Recht und ihrer Pflicht absehen, Lösungen für das Ökosystem Fußball durch konkrete Vorschläge und einen konstruktiven Dialog zu finden“, hieß es am Samstag in einer Erklärung der drei finanziell angeschlagenen Fußball-Schwergewichte Real Madrid, Barcelona und Juventus.


Man habe die Super League mit dem Ziel gegründet, „Lösungen für die derzeitige unhaltbare Situation in der Fußballindustrie zu finden und eine finanzielle Stabilität für die gesamte europäische Fußballfamilie zu schaffen, die derzeit unter den Auswirkungen einer tiefen Krise leidet, die das Überleben vieler Vereine bedroht“.

Zudem hätten die ursprünglich zwölf Gründungsvereine „ausdrücklich“ vereinbart, dass die Super League nur dann stattfinden wird, wenn ein solcher Wettbewerb von der UEFA und/oder dem Weltverband FIFA anerkannt wird. UEFA und FIFA hätten sich bisher geweigert, darüber „angemessen“ zu diskutieren.

UEFA droht mit Repressionen, FIFA will vermittelt
Vorausgegangen war eine klare Botschaft der UEFA. Man habe sich alle Rechte vorbehalten, angemessene Aktionen zu unternehmen und werde die Angelegenheit an die zuständigen UEFA-Disziplinargremien übergeben, hieß es. Dabei geht es nur noch um das wehrhafte Trio. Die anderen neun Vereine, die an der Super League teilnehmen wollten, haben keine Strafen zu befürchten. Sie haben sich in einer Erklärung verpflichtet, dass sie weiter am Europapokal der UEFA teilnehmen werden.

FIFA-Präsident Infantino sieht es indes als seine Verpflichtung an, „zwischen den Parteien zu vermitteln, damit ein tiefgreifender und konstruktiver Dialog auf der Suche nach positiven Lösungen beginnt“, sagte der 51-Jährige im Interview der spanischen Zeitung As. Die FIFA lehnt die Super League ebenfalls ab. „Eine friedliche Lösung ist besser als ein Konflikt, wir müssen uns gemeinsam Problemen stellen. Aber wir werden uns immer gegen Wettbewerbe stellen, die die Einheit und Solidarität bedrohen“, sagte der Schweizer.

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