
Donald Trump und Gianni Infantino kennen sich bestens. © APA / ANDREW HARNIK
Trump stützt Infantino: „Er ist fantastisch“
Der stark in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält trotz seines umstrittenen Investorenplans Rückendeckung aus dem Weißen Haus.
11. August 2026
Von: dpa/apa
US-Präsident Donald Trump schrieb in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Plattform Truth Social, der Fußball-Weltverband würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn er aus irgendeinem Grund auch nur erwägen sollte, Infantino abzulösen.
Trump schwärmte in höchsten Tönen von dem Mann, der ihm 2025 den FIFA-Friedenspreis verliehen hatte: „Er ist fantastisch und hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet“, schrieb er weiter. Wenn Infantino nicht mehr da wäre, würde es „nie wieder solch eine erfolgreiche oder profitable WM geben“.
Der FIFA-Boss steht wegen seiner bisherigen Amtsführung und umstrittenen Zukunftsplänen in der Kritik – es gibt einige Rücktrittsforderungen. Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen und damit Milliarden erlösen. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.
Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump beim WM-Finale. © APA / DAN MULLAN
Angesichts der riesigen Empörung musste Infantino sein Vorhaben wieder begraben. Der offen entbrannte Machtkampf im Fußball hat alle Kontinentalverbände erfasst. Am Montag wandten sich die Dachverbände Europas (UEFA), Asiens (AFC), Nord- und Mittelamerikas sowie der Karibik (CONCACAF) in einem offenen Brief gemeinsam an die Öffentlichkeit. Sie bekräftigten ihre Kritik an Infantino, warfen ihm Täuschung vor und fordern weiter einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes.
Großartige Freunde schmeicheln einander
Infantino hat Trump in der Vergangenheit mehrmals als „großartigen Freund“ bezeichnet. Unter seiner Ägide vergab die FIFA die WM-Endrunde 2026 an die USA, Kanada und Mexiko. Infantino verlieh Trump Ende 2025 einen neu erfundenen FIFA-Friedenspreis, den irritierte Kritiker sofort als maßgeschneiderte Gefälligkeit für den US-Präsidenten einstuften.Profil bearbeiten
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