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Martin Ramiro Lago... ... spielte heuer schon in der Europa League Der Argentinier lief in Südtirol unter anderem für Moos auf (Foto Eheim)

Von Moos in die Europa-League: Martin Ramiro Lagos kuriose Story

Aufgewachsen in Argentinien, fußballerisch gereift in Südtirol, ist Martin Ramiro Lago mittlerweile in San Marino gelandet, wo er vor kurzem einen Hauch von internationalem Flair einatmen durfte. Die außergewöhnliche Geschichte des „Gauchos“.

In Salurn, Moos und Naturns kann man sich nur allzugut an Martin Ramiro Lago erinnern. Quirlig, flink, feines Füßchen und nicht zuletzt auch brandgefährlich vor der Hütte, vernaschte er nicht nur den einen oder anderen Gegner, sondern verzückte auch hin und wieder Maldie Fans auf den Rängen. Heute denkt der Argentinier gerne an diese Erfahrung zurück, obwohl sie nun schon einige Jährchen her ist. Weil er die italienische Staatsbürgerschaft wollte (Lagos Urgroßvater stammt aus Rovigo), übersiedelte er im Jahr 2010 nach Südtirol, wo er zunächst für Salurn auf Torjagd ging. Nach seinem ersten Oberliga-Jahr blühte er schließlich bei Moos (unter anderem mit 15 Landesliga-Toren in der Saison 2012/13) und Naturns (10 Oberliga-Treffer in der Saison 2013/14) voll auf. „Rückblickend kann ich sagen, dass das sehr schöne Erfahrungen waren. Vor allem auch die Testspiele gegen Teams wie Sassuolo, Watford oder Palermo sind mir in Erinnerung geblieben“, erklärt der Offensivspieler.


Ein ungewöhnlicher Wechsel

Durch seine starken Leistungen spielte sich Lago, der in seiner Heimat Argentinien beim Erstligisten Newell’s Old Boys aufgewachsen ist und außerdem noch in der dritten und vierten Liga gekickt hat, in den Blickpunkt diverser Vereine. Unter anderem wurde auch der Klub Tre Fiori aus der ersten Liga San Marinos auf den flinken Stürmer aufmerksam, auf dessen Angebot der heute 29-Jährige schließlich auch einging. Ein logischer Schritt, wie Lago erklärt: „In der ersten Liga von San Marino bestand die Möglichkeit, international, sprich Champions- oder Europa-League, zu spielen. Und das war auch ein Ziel, mit dem ich meine Heimat Argentinien hinter mir gelassen habe und nach Europa übersiedelt bin. Ich wollte so hoch wie möglich spielen.“

In der Tat avancierte er in der ersten Liga San Marinos, die streng genommen noch eine Amateurspielklasse ist,prompt zu einem gefürchteten wie treffsicheren Angreifer. Während seiner Stationen bei Tre Fiori, Marignanese und Pennarossa machte er sich dank konstanter Trefferquoten (meist um die zehn Tore pro Saison) schnell einen Namen. Zu Beginn der diesjährigen Saison unterschrieb Lago bei SS Folgore/Falciano und erfüllte sich so einen Traum. Vor wenigen Wochen lief der Offensivspieler mit seinem neuen Klub nämlich in der ersten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen den maltesischen Meister FC Valletta auf. Zwar musste der Traum von der zweiten Runde nach den 0:2- und 0:1-Niederlagen schnell begraben werden – „ein unvergessliches Erlebnis ist es aber trotzdem gewesen“, schwärmt Lago, der während der Saison hauptberuflich Fußballer ist und in den Pausen in einer Eisfabrik arbeitet.



SN/td


Autor: sportnews

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