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Varazdat Haroyan (links) in einem Länderspiel gegen Italiens Leonardo Bonucci.

Wahnsinn in Griechenland: Krieg statt Transfer

Eine unglaubliche Geschichte hat sich beim griechischen Erstligisten AE Larisa abgespielt. Der Klub wollte einen neuen Spieler unter Vertrag nehmen, doch der wurde in den Militärdienst einberufen und befindet sich jetzt im Krieg.

Zwischen Armenien und Aserbaidschan hat es in den letzten Tagen gekracht. Die beiden Länder befinden sich offiziell im Krieg. Deswegen hat Armenien in den letzten Tagen eine Menge neuer Soldaten für die Armee rekrutiert und in die Kampfgebiete geschickt. Einer dieser Soldaten heißt Varazdat Haroyan und ist von Beruf eigentlich Fußballprofi.

„Hayoran befindet sich bereits in einer Kriegszone“
Zuletzt stand Haroyan beim russischen Erstligisten Ural Ekaterinburg unter Vertrag. Weil sein Arbeitspapier dort nicht verlängert wurde, sollte der 52-fache Nationalspieler (er war zuletzt sogar Kapitän) jetzt nach Griechenland wechseln. Doch der Transfer platzte – wie Larisa in einer Stellungnahme bekanntgab: „Armenien hat alle Männer bis 40 Jahren zum Wehrdienst eingezogen, so auch Hayoran. Der Spieler wird deshalb nicht zu Larisa wechseln. Stattdessen befindet er sich bereits in einer Kriegszone.“

Der kuriose Nicht-Wechsel von Hayoran hat einen ernsten Hintergrund. Seit einigen Tagen ist der Bergkarabach-Konflikt im Kaukasus wieder aufgeflammt. Die Region, die mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, wird von Armenien und Aserbaidschan beansprucht. Nach dem Zerfall der Sowjetunion (1991) entzündete sich ein Konflikt, der immer wieder aufs Neue ausbricht. Der jüngste Ausbruch hat bereits viele Todesopfer, darunter auch Zivilisten, gefordert.

Autor: cst

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